{"id":8659,"date":"2019-11-10T18:43:56","date_gmt":"2019-11-10T17:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=8659"},"modified":"2019-11-18T00:13:00","modified_gmt":"2019-11-17T23:13:00","slug":"die-eisbaeren-berlin-nach-16-spielen-nach-schwachem-start-besser-in-fahrt-gekommen-aber-nach-wie-vor-einige-baustellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2019\/11\/10\/die-eisbaeren-berlin-nach-16-spielen-nach-schwachem-start-besser-in-fahrt-gekommen-aber-nach-wie-vor-einige-baustellen\/","title":{"rendered":"Die Eisb\u00e4ren Berlin nach 16 Spielen: Nach schwachem Start besser in Fahrt gekommen, aber nach wie vor einige Baustellen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8683\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WM_1920_mit_pbild-1024x205.jpg\" alt=\"Walker's Meinung Banner\" width=\"656\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WM_1920_mit_pbild-1024x205.jpg 1024w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WM_1920_mit_pbild-300x60.jpg 300w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WM_1920_mit_pbild-768x154.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 656px) 100vw, 656px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Seit einer Woche befindet sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in der L\u00e4nderspielpause. Zeit zum Durchschnaufen f\u00fcr die Teams und zur ersten Analyse der nach wie vor noch jungen Saison. Die Eisb\u00e4ren Berlin haben bisher 16 Spiele absolviert und stehen w\u00e4hrend der Pause auf dem sechsten Tabellenplatz. Mit 47:45-Toren und 25 Punkten ist Platz Drei nur sechs Z\u00e4hler entfernt, der Vorsprung auf Platz Elf betr\u00e4gt aber ebenfalls nur sechs Punkte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dennoch kann man mit dem aktuellen Platz durchaus zufrieden sein, stand man doch kurz nach Saisonbeginn noch am Tabellenende. Was dem sehr schwachen Saisonstart geschuldet war, als man nur zwei der ersten sechs Ligaspiele gewinnen konnte. Und diese beiden Spiele gewann man auf heimischen Eis, die vier Niederlagen setzte es in den ersten vier Ausw\u00e4rtsspielen. Im f\u00fcnften Anlauf klappte es dann endlich mit dem ersten Ausw\u00e4rtssieg der Saison, als man sich beim letztj\u00e4hrigen Halbfinalisten Augsburg einen knappen 2:1-Sieg hart erarbeitet hatte. Inzwischen l\u00e4uft es aber auch ausw\u00e4rts, gewann man doch vier der letzten sechs Gastspiele. Und zu Hause l\u00e4uft es sowieso in dieser Saison bisher fast perfekt. F\u00fcnf der sechs Heimspiele konnte man gewinnen und bei der einzigen Niederlage gegen den unangefochtenen Liga-Primus M\u00fcnchen (3:5) stimmte trotzdem die Leistung und man konnte erhobenen Hauptes vom Eis gehen. Und M\u00fcnchen ist eben im Moment die beste deutsche Mannschaft, das muss man einfach neidlos anerkennen. Dennoch verlangte man dem Team von Ex-Eisb\u00e4ren-Coach Don Jackson alles ab, am Ende aber erwies sich M\u00fcnchen als abgezockter und eiskalter.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach 16 Spielen stehen die Eisb\u00e4ren bei neun Siegen, wobei zwei davon erst in der Verl\u00e4ngerung\/Penaltyschie\u00dfen erreicht wurden. Sieben Mal verlie\u00df man das Eis als Verlierer, jedes Mal nach regul\u00e4rer Spielzeit. Mit 47 Toren stellen die Hauptst\u00e4dter den f\u00fcnftbesten Angriff der DEL, mit 45 Gegentoren hat man die f\u00fcnftbeste Abwehr der Liga. Die Heim- und Ausw\u00e4rtsbilanz l\u00e4sst sich mit den anderen Teams noch nicht wirklich genau vergleichen, da die Eisb\u00e4ren mit sechs Heimspielen die wenigsten und mit zehn Ausw\u00e4rtsspielen die meisten aller Teams bisher absolviert haben. Hei\u00dft aber auch, dass man im weiteren Verlauf noch deutlich mehr Heimspiele vor sich hat, was angesichts der diesj\u00e4hrigen Heimst\u00e4rke durchaus von Vorteil sein kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Kein Spieler der Eisb\u00e4ren taucht unter den Top-15 der DEL-Top-Scorer auf, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss, hei\u00dft es doch viel mehr, dass von allen vier Reihen der Eisb\u00e4ren Gefahr ausgeht. Die Ausgeglichenheit im Team der Eisb\u00e4ren ist sichtbar und so ist man f\u00fcr die Gegner nur schwer auszurechnen. Denn punktet eine Reihe mal nicht wie gewohnt, springt eben eine andere in die Bresche. 16 verschiedene Torsch\u00fctzen hatten die Berliner bisher, ausgerechnet Youngster Lukas Reichel ist dabei mit sechs Toren der Top-Torj\u00e4ger in den Reihen der Eisb\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Generell ist Reichel <em>die<\/em> positive Erscheinung bei den Berlinern, hatte doch diesen Senkrechtstart des Youngsters so keiner erwartet. Aber Reichel spielt bisher eine b\u00e4renstarke Saison, was zahlreiche NHL-Scouts in die Arena am Ostbahnhof lockt. Man kann davon ausgehen, dass Reichel im n\u00e4chsten NHL-Draft in Runde Eins gezogen wird. Gut f\u00fcr ihn, schlecht f\u00fcr die Eisb\u00e4ren. Aber seine Auftritte sind eben einfach sehr stark und mit elf Scorerpunkten (6 Tore\/5Assists) ist Reichel der zweitbeste Scorer im Team der Berliner.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Lediglich &#8222;sein Papa&#8220; Maxim Lapierre ist mit zw\u00f6lf Punkten (4\/8) noch besser als der Youngster. Zeitgleich ist Lapierre damit nat\u00fcrlich auch der bisher beste Neuzugang der Eisb\u00e4ren. Leo Pf\u00f6derl, der eigentlich als Torj\u00e4ger verpflichtet wurde, steht aktuell ebenfalls erst bei vier Toren, aber fand nur schleppend in die Saison. Was bei ihm jedoch nicht ungew\u00f6hnlich ist, wie er selbst sagt. Meistens ab Spieltag Zehn f\u00e4ngt er an, den gegnerischen Torh\u00fctern die Scheiben um die Ohren zu hauen. Und so ist es auch kein Wunder, das Pf\u00f6derl in den letzten drei Spielen in Folge je ein Tor erzielt hat. Mit seinen drei Vorlagen steht er im Moment bei sieben Punkten, was nat\u00fcrlich noch ausbauf\u00e4hig ist.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">PC Labrie ist vor allem daf\u00fcr da, den gegnerischen Spielern mit seiner Pr\u00e4senz auf dem Eis Angst einzujagen, als Scorer ist er nun nicht wirklich geholt wurden. Er steht bei sechs Punkten (2\/4). Landon Ferraro hat in seinen ersten sechs Spielen bereits angedeutet, wie wichtig er f\u00fcr die Hauptst\u00e4dter werden kann, sammelte in diesen f\u00fcnf Scorerpunkte (3\/2) &#8211; alle gegen N\u00fcrnberg \u00fcbrigens. Und mit Fabian Dietz (1\/1) machte im bisherigen Saisonverlauf ein weiterer Youngster auf sich aufmerksam, steht aber dennoch klar im Schatten der Nummer 44.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In der Verteidigung ist derzeit Ryan McKiernan ganz klar eine Top-Verst\u00e4rkung, sammelte bisher zehn Punkte (2\/8), erwies sich aber vor allem durch seine Spielweise als enorm wichtig f\u00fcr die Eisb\u00e4ren. John Ramage, der zweite neue Verteidiger, sammelte zwar auch schon sechs Punkte (1\/5), aber fiel vor allem durch die meisten Strafminuten (36\/zusammen mit Labrie) auf.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und im Tor h\u00e4tten wir da noch Sebastian Dahm, an dem sich die Geister scheiden. Es gibt die &#8222;Pro-Dahm-Fans&#8220; und die &#8222;Contra-Dahm-Fans&#8220;. Es war doch klar, dass die Fu\u00dfstapfen eines Petri Vehanens, eines Rob Zepps oder aber zuletzt Kevin Poulins sehr gro\u00df sein w\u00fcrden. Dementsprechend verlief der Start f\u00fcr Dahm auch keinesfalls gut, aber sp\u00e4testens seit dem Chicago-Spiel hat sich der d\u00e4nische Nationalgoalie deutlich gesteigert und teilweise spektakul\u00e4re Paraden auf das Eis gezaubert, was die Kritiker verstummt haben sollte. Mit seinen Werten (91,1 Prozent, 2,65 GTS) ist er zwar nicht unter den Top-10 zu finden, aber dennoch hatte auch Dahm seinen Anteil an den starken Leistungen der Eisb\u00e4ren in den letzten Wochen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Sieben der letzten zehn Spiele konnten die Berliner gewinnen, der Aufw\u00e4rtstrend war also deutlich zu erkennen. Und doch gibt es auch noch Baustellen im Team der Eisb\u00e4ren. Sie schaffen es noch nicht, mal dauerhaft \u00fcber 60 Minuten die Leistung abzurufen. Auch gab es in dieser Saison schon zwei Ausw\u00e4rtsspiele, wo man nicht an die Leistung aus dem Vorspiel angekn\u00fcpft hatte und sich zwei derbe Klatschen (0:5 in Bremerhaven\/0:4 in D\u00fcsseldorf) einfing. Man vermisst also ein wenig die Konstanz in den Leistungen der Eisb\u00e4ren, aber wir sind nach wie vor fr\u00fch in der Saison, es ist ein neuer Trainer mit neuem System und einige neue Spieler. Man begreift das &#8222;System Aubin&#8220; immer besser, aber nach wie vor muss man noch an kleinen Stellschrauben drehen, um das perfekte Spiel abzuliefern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Special Teams sind auch noch ein gro\u00dfes Problem, also vor allem das Powerplay. Denn da steht man mit einer Erfolgsquote von gerade einmal 11,8 Prozent (8 Tore in 68 \u00dcberzahlspielen) auf dem zw\u00f6lften Platz in der DEL. Mit 84,5 Prozent stellt man immerhin die f\u00fcnftbeste Unterzahl der Liga.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber das Powerplay hat schon so manche Punkte gekostet, denn da bekommen es die Eisb\u00e4ren gef\u00fchlt seit Jahren nicht hin, mal wieder so gef\u00fcrchtet zu werden, wie es noch zu Zeiten von Pierre Pag\u00e9 der Fall war. Es ist ja nicht so, dass man das Powerplay im Training nicht \u00fcben w\u00fcrde, aber teilweise sieht das dann auf dem Eis doch schon immer sehr harmlos und manchmal echt grauenhaft aus. Auch bei zwei Mann mehr auf dem Eis \u00fcbrigens. Daran muss man dringend arbeiten, denn Special Teams k\u00f6nnen enge Spiele entscheiden, wie zuletzt in Straubing gesehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und enge Spiele kann man zudem nur gewinnen, wenn man sich keine dummen Strafzeiten leistet. Aber auch in Sachen Disziplin geh\u00f6ren die Eisb\u00e4ren in diesem Jahr wieder zu den Teams, die mit die meisten Strafzeiten kassieren. Mit bisher 212 Strafminuten (13,3 pro Spiel) ist man auf Platz Zw\u00f6lf dieser Statistik, nur Straubing und M\u00fcnchen kassieren mehr Strafzeiten als die Eisb\u00e4ren. Aber die haben eben auch starke Special Teams und stehen trotzdem auf Platz Eins (M\u00fcnchen) und Zwei (Straubing).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dennoch hat man in den letzten Spielen deutlich gesehen, welches Potential die Eisb\u00e4ren dieses Jahr haben. Sie sind definitiv ein Top-4-Kandidat, wenn man an den kleinen Baustellen noch schraubt. Die kleinen individuellen Fehler m\u00fcssen abgestellt werden, die unn\u00f6tigen Strafen sollte man sein lassen und man sollte endlich daran arbeiten, dass das Berliner Powerplay wieder gef\u00fcrchtet ist. In der Offensive sieht es schon ganz gut aus, aber auch da hat man sicherlich noch Luft nach oben und in der Defensive verrichtet man schon gute Arbeit. Aber dennoch sehe ich die Eisb\u00e4ren auf einem guten Weg und einer weiteren Saison entgegen, an deren Ende die direkte Play-Off-Qualifikation stehen sollte, wenn man an die Leistungen der letzten Spiele ankn\u00fcpft und an den Baustellen arbeitet.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einer Woche befindet sich die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in der L\u00e4nderspielpause. Zeit zum Durchschnaufen f\u00fcr die Teams und zur ersten Analyse der nach wie vor noch jungen Saison. Die Eisb\u00e4ren Berlin haben bisher 16 Spiele absolviert und stehen w\u00e4hrend der Pause auf dem sechsten Tabellenplatz. 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