{"id":8655,"date":"2019-11-03T19:36:53","date_gmt":"2019-11-03T18:36:53","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=8655"},"modified":"2019-11-03T19:36:53","modified_gmt":"2019-11-03T18:36:53","slug":"keine-punkte-am-pulverturm-das-ueberraschungsteam-straubing-schlaegt-die-eisbaeren-mit-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2019\/11\/03\/keine-punkte-am-pulverturm-das-ueberraschungsteam-straubing-schlaegt-die-eisbaeren-mit-53\/","title":{"rendered":"Keine Punkte am Pulverturm: Das \u00dcberraschungsteam Straubing schl\u00e4gt die Eisb\u00e4ren mit 5:3"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-15\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Straubing_tigers_logo.jpg\" alt=\"\" width=\"113\" height=\"113\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Auch die Eisb\u00e4ren Berlin konnten den H\u00f6henflug der Straubing Tigers nicht stoppen. Am Sonntagnachmittag verloren die Mannen von Trainer Serge Aubin vor 4.833 Zuschauern im Eisstadion am Pulverturm mit 3:5 (1:1,0:1,2:3) bei den Niederbayern und mussten mal wieder eine Hauptrundenniederlage in Straubing hinnehmen. Seit 2015 haben die Eisb\u00e4ren nun nicht mehr in der Hauptrunde am Pulverturm gewonnen. Dabei war heute durchaus mehr drin gewesen, aber zwei Gegentore kurz vor und nach der zweiten Pause sowie das erneut mangelnde \u00dcberzahlspiel kosteten am Ende drei wichtige Punkte in Straubing. Die Tigers waren am Ende einfach eiskalt, effektiv und abgezockt, eben ein echtes Spitzenteam.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei den Eisb\u00e4ren kehrte Constantin Braun f\u00fcr den verletzten Sean Backman zur\u00fcck in den Kader. Sebastian Dahm h\u00fctete auch im letzten Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause das Berliner Tor.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es wartete keine leichte Aufgabe auf die Eisb\u00e4ren, welche beim Zweitplatzierten Straubing antreten mussten und dort letztmals vor vier Jahren in der Hauptrunde gewannen. Zudem hatten die Niederbayern vor diesem Spiel sieben der acht Heimspiele in dieser Saison gewonnen, dabei u.a. auch Mannheim und M\u00fcnchen geschlagen. Und zudem sind Spiele am Pulverturm immer sehr schwierig, da das Stadion dort ein echter Hexenkessel ist. Diese Umst\u00e4nde waren den Eisb\u00e4ren bewusst, wie Florian Kettemer vor dem Spiel im Interview bei <em>Magenta Sport<\/em> sagte. &#8222;Ketti&#8220; meinte, dass der Sieg am Donnerstag in N\u00fcrnberg extrem wichtig war und man nun hei\u00df darauf sei, Straubing zu schlagen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und so starten wir ins Duell Tigers gegen B\u00e4ren, welches den Zuschauern bei den letzten f\u00fcnf Duellen am Straubinger Pulverturm satte 41 Tore bescherte. Auch heute legten beide offensiv los. Die Eisb\u00e4ren setzten sich zuerst im Straubinger Drittel fest und machten sofort deutlich, dass sie hier gewinnen wollten. Aber die Hausherren hatten nach 65 Sekunden die erste dicke Chance der Partie. Sena Acolatse fuhr \u00fcber rechts ins Angriffsdrittel, spielte einen scharfen Pass an den langen Pfosten auf Antoine Lagani\u00e9re, welcher aber an Dahm scheiterte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber auch die Eisb\u00e4ren waren gef\u00e4hrlich vor dem Tor. Sie erk\u00e4mpften sich im Tigers-Drittel stark die Scheibe, Mark Olver brachte die Scheibe hoch zu Jonas M\u00fcller, welcher aber an Jeff Zatkoff im Straubinger Tor scheiterte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Als auf dem Eis 4-gegen-4 gespielt wurde, hatte Straubing das 1:0 auf dem Schl\u00e4ger, aber Stephan Daschner scheiterte beim 2-auf-1-Konter an der Latte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Es folgte Mitte des ersten Drittels das erste Powerplay der Niederbayern und in Sachen Special Teams geh\u00f6ren die Tigers zur absoluten Spitze in der DEL. Sie stellen das beste Penaltykilling und die zweitbeste \u00dcberzahl. Vom starken \u00dcberzahlspiel war aber nicht viel zu sehen, die Eisb\u00e4ren \u00fcberstanden die Unterzahl schadlos.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber<\/span> sechs Minuten vor der ersten Pause gingen die Hausherren dann\u00a0 doch in F\u00fchrung. Ein aggressiver Forecheck der Straubinger f\u00fchrte zum Puckverlust von Constantin Braun, Straubing blieb im Drittel der Eisb\u00e4ren, Michael Connolly fuhr Richtung Slot, zog ab und \u00fcberwand Sebastian Dahm im Eisb\u00e4ren-Tor &#8211; 0:1 (14.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">R\u00fcckstand am Pulverturm, das Schlimmste, was dir passieren kann. Aber die Eisb\u00e4ren sehr cool und abgezockt, schlugen nur 52 Sekunden sp\u00e4ter zur\u00fcck. Leo Pf\u00f6derl leitete den Angriff ein, spielte die Scheibe zu James Sheppard, der passte sie an den rechten Pfosten zu Pf\u00f6derl zur\u00fcck und der vollendete zum 1:1 (14.). Das vierte Saisontor des Neuzuganges aus N\u00fcrnberg und sein dritter Treffer im dritten Spiel in Folge.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Anschlie\u00dfend \u00fcberstanden die Berliner eine weitere Straubinger \u00dcberzahl schadlos und durften im Mitteldrittel in \u00dcberzahl beginnen, weil Sena Acolatse nach Abpfiff Maxim Lapierre mit dem Schl\u00e4ger in den R\u00fccken checkte und daf\u00fcr folgerichtig zwei Minuten kassierte. Was sich aber schon im Warm-up angedeutet hatte, da gerieten n\u00e4mlich Acolatse und PC Labrie bereits aneinander. Darauf angesprochen, meinte Labrie, dass sich seit dem ersten Spiel gegen Straubing eine gewisse Rivalit\u00e4t aufgebaut hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und das zweitschlechteste Powerplay der Liga forderte das beste Unterzahlspiel der Liga, hatte durch Top-Scorer Maxim Lapierre zwei richtig gute Chancen, aber Jeff Zatkoff behielt zweimal die Oberhand. Die Eisb\u00e4ren danach weiterhin druckvoll und bem\u00fcht, Chancen zu kreieren. Doch so richtig zwingendes war nicht dabei.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Daf\u00fcr sorgten die Eisb\u00e4ren dann aber durch einen unn\u00f6tigen Scheibenverlust f\u00fcr einen Konter der Tigers, doch Jeremy Williams scheiterte an Sebastian Dahm. Und f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter der n\u00e4chste unn\u00f6tige Scheibenverlust, dieses Mal war Mitchell Heard der Nutznie\u00dfer und fuhr alleine auf Dahm zu, \u00fcberlegte aber zu lange und schaute sich nochmal um, scheiterte dann schlussendlich an Dahm.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber auch die Eisb\u00e4ren sorgten vorne f\u00fcr Gefahr. 2-auf-1-Konter der Vater-Sohn-Kombination. Maxim Lapierre zog von rechts ab, Zatkoff wehrte zur Seite ab, Lukas Reichel mit dem Nachschuss, doch Sena Acolatse warf sich rechtzeitig in den Schuss des Youngsters. Lapierre war es auch, der kurz darauf John Ramage am langen Pfosten stehen sah, aber auch der Verteidiger scheiterte an Zatkoff.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Als alles nach einem 1:1 nach dem zweiten Drittel aussah, schlug der Tabellenzweite eiskalt zu. Sena Acolatse mit einem klasse Aufbaupass auf Mitchell Heard, welcher in die Mitte zog, sich von zwei Verteidigern nicht aufhalten lie\u00df, anschlie\u00dfend auch noch Sebastian Dahm umkurvte und die Scheibe im leeren Tor eiskalt versenkte &#8211; 1:2 (39.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Mit diesem Schock ging es in die zweite Drittelpause, die Eisb\u00e4ren lie\u00dfen eigentlich nur zwei Konterchancen der Hausherren durch eigene Fehler zu und doch lag man nach 40 Minuten hinten. Weil Straubing \u00e4u\u00dferst effektiv war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und dieser sa\u00df wohl noch zu tief in den K\u00f6pfen der Eisb\u00e4ren fest, denn nur 25 Sekunden nach Wiederbeginn klingelte es zum dritten Mal im Tor von Dahm. Fredrik Eriksson hatte von der blauen Linie abgezogen, Labrie blockte den ersten Versuch, den zweiten Versuch setzte Eriksson dann aber ins Eck &#8211; 1:3 (41.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren waren danach bem\u00fcht, sich offensiv Chancen zu erspielen, aber die Hausherren standen hinten sehr kompakt und lie\u00dfen nicht viel zu.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und doch kamen die Berliner zum Anschlusstreffer. Die Eisb\u00e4ren gewannen ein Bully im Straubinger Drittel, Ryan McKiernan zog von der blauen Linie ab, Zatkoff konnte die Scheibe nicht parieren und Lukas Reichel schaltete am Schnellsten, drehte sich kurz und zog ab. Mit Erfolg, die Scheibe schlug im Straubinger Tor ein &#8211; 2:3 (47.). Das sechste Saisontor des Youngsters, eine ganz starke Saison von Lukas Reichel bisher.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und den Eisb\u00e4ren bot sich kurz darauf die Riesenchance zum Ausgleich, als man f\u00fcr 84 Sekunden zwei Mann mehr auf dem Eis hatte. Aber Straubing zeigte, warum sie das beste Penaltykilling haben. Die Scheibe lief zwar gut bei den Eisb\u00e4ren, aber Straubing machte die Schusswege gut zu. So sprangen lediglich Chancen f\u00fcr Leo Pf\u00f6derl (vorbei), John Ramage (Zatkoff) und Ryan McKiernan (Zatkoff) heraus. Da vergab man leichtfertig die gro\u00dfe Chance.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und wer solche Chancen nicht nutzt, der wird eben hinten bestraft. Sandro Sch\u00f6nberger konnte von Florian Kettemer nur per Foul gestoppt werden, die beiden Hauptschiedsrichter Lukas Kohlm\u00fcller und Daniel Piechaczek entschieden folgerichtig auf Penalty. Diesen verwandelte Top-Torj\u00e4ger Jeremy Williams eiskalt &#8211; 2:4 (53.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Vorentscheidung, die Entscheidung fiel kurze Zeit sp\u00e4ter. Erneut aggressives Forechecking der Tigers, Constantin Braun lie\u00df sich die Scheibe von Tim Brunnhuber weg stibitzen, dieser fuhr anschlie\u00dfend noch eine Runde Karussell mit &#8222;Tine&#8220;, zog vor das Tor und lie\u00df sich von Braun und McKiernan beim Abschluss nicht st\u00f6ren. Und auch Dahm machte nicht die beste Figur bei diesem Gegentor, rutschte der Puck ihm doch durch die Schoner &#8211; 2:5 (54.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr den Schlusspunkt sollten aber die Hauptst\u00e4dter sorgen, die es dann doch schafften, in \u00dcberzahl zu treffen. Drei Minuten vor dem Ende scheiterte Leo Pf\u00f6derl noch an Jeff Zatkoff, Marcel Noebels staubte aber ab &#8211; 3:5 (57.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Danach versuchten die Eisb\u00e4ren nochmal alles, nahmen eine Auszeit und Goalie Dahm zu Gunsten eines sechsten Feldspieler vom Eis, aber es half alles nichts mehr. Mal wieder verlie\u00df man das Eis am Pulverturm als Verlierer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und diese Niederlage war eigentlich unn\u00f6tig, denn die Eisb\u00e4ren lieferten trotzdem ein gutes Ausw\u00e4rtsspiel ab, hatten aber in den entscheidenden Momenten nicht das Gl\u00fcck auf ihrer Seite. Knackpunkt waren sicherlich die beiden Tore kurz vor und kurz nach der zweiten Drittelpause sowie das ungenutzte doppelte \u00dcberzahlspiel. Gerade das Tor kurz vor der zweiten Pause war bitter, stellte es doch den Spielverlauf der zweiten 20 Minuten auf den Kopf, aber letztendlich ebnete genau dieser Treffer Straubing den Weg zum Sieg, denn die Eisb\u00e4ren hatten kurz nach Wiederbeginn diesen Treffer noch nicht verdaut und kassierten prompt den dritten Gegentreffer.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Straubing war hier keinesfalls die bessere Mannschaft, aber sie waren vor dem Tor eben eiskalt und effektiv und zudem zeigten sie, warum sie das beste Penaltykilling der DEL haben. In der doppelten \u00dcberzahl haben sie den Eisb\u00e4ren ganz stark den Zahn gezogen und damit einmal mehr bewiesen, dass sie vollkommen zu Recht auf Platz Zwei in der DEL stehen. Auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen, in denen der Gegner eigentlich die bessere Mannschaft ist. Spitzenteams schaffen es immer wieder, auch solche Spiele zu gewinnen. Und die Niederbayern von Trainer Tom Pokel z\u00e4hlen in dieser Saison zweifelsfrei zu den Top-Teams der Liga.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Am Pulverturm hatten vor den Eisb\u00e4ren schon Mannheim und M\u00fcnchen verloren und es werden noch weitere Teams folgen. Von daher tut die Niederlage in der Entstehung zwar weh, aber dennoch kann man den Eisb\u00e4ren nicht vorwerfen, sie h\u00e4tten nicht alles gegeben und versucht. Sah auch St\u00fcrmer Marcel Noebels nach dem Spiel im Interview bei <em>Magenta Sport<\/em> so:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Es war \u00e4hnlich wie in N\u00fcrnberg am Donnerstag. Da haben wir es im ersten Drittel verpasst, ein Tor zu schie\u00dfen und sind dann durch einen Fehler in R\u00fcckstand geraten. Genau das ist auch heute wieder passiert. Ich glaube, wir waren nicht schlechter und nicht besser, es war sehr ausgeglichen. Am Ende des Tages sind wir zu oft in R\u00fcckstand geraten. Schade, denn wir haben eigentlich nicht schlecht gespielt. <\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch die Eisb\u00e4ren Berlin konnten den H\u00f6henflug der Straubing Tigers nicht stoppen. Am Sonntagnachmittag verloren die Mannen von Trainer Serge Aubin vor 4.833 Zuschauern im Eisstadion am Pulverturm mit 3:5 (1:1,0:1,2:3) bei den Niederbayern und mussten mal wieder eine Hauptrundenniederlage in Straubing hinnehmen. 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