{"id":8454,"date":"2019-07-20T20:01:04","date_gmt":"2019-07-20T18:01:04","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=8454"},"modified":"2019-07-20T20:01:04","modified_gmt":"2019-07-20T18:01:04","slug":"der-sommer-des-grossen-umbruchs-wie-stark-ist-der-kader-der-eisbaeren-berlin-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2019\/07\/20\/der-sommer-des-grossen-umbruchs-wie-stark-ist-der-kader-der-eisbaeren-berlin-wirklich\/","title":{"rendered":"Der Sommer des gro\u00dfen Umbruchs: Wie stark ist der Kader der Eisb\u00e4ren Berlin wirklich?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">In gut zwei Wochen bittet der neue Eisb\u00e4ren-Coach Serge Aubin zum ersten gemeinsamen Eistraining in Vorbereitung auf die neue DEL-Saison 2019\/2020. Dabei werden die Fans aber nicht nur den neuen Trainer erstmals in Aktion erleben k\u00f6nnen, nein, auch aktuell sechs neue Spieler werden dann erstmals \u00fcber das heilige Eis des altehrw\u00fcrdigen Wellblechpalastes schlittern. Dagegen werden 13 Spieler, die letzte Saison noch in Berlin spielten, dann nicht mehr mit dabei sein. Es gab also einen sehr gro\u00dfen Umbruch im Kader des Hauptstadt-Clubs und wenn man sich den Kader genauer anschaut, sind noch zwei Stellen frei. Eine in der Defensive, welche ein Importspieler besetzen soll und eine im Sturm f\u00fcr einen deutschen Akteur. Doch wie stark ist der bisherige Kader der Berliner aktuell einzusch\u00e4tzen? In der Fanszene wurde \u00fcber die Sommerpause viel und heftig diskutiert und viele Fans sind aktuell nicht zufrieden mit der Personalpolitik des siebenfachen DEL-Meisters.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auf dem Trainerposten ging man letztes Jahr mit dem vorherigen Co-Trainer Cl\u00e9ment Jodoin in die Saison. Im Dezember letzten Jahres wurde diese Zusammenarbeit aber beendet und Sportdirektor St\u00e9phane Richer \u00fcbernahm bis zum Saisonende. \u00dcber dieses hinaus wollte er aber nicht weitermachen und so verpflichtete er seinen Kumpel Serge Aubin, mit dem er damals in der DEL bei den Hamburg Freezers zusammenarbeitete. Aubin kommt aus der Schweizer NLA von den ZSC Lions und soll die Berliner wieder zur\u00fcck in die Erfolgsspur f\u00fchren. Was viele Fans der Eisb\u00e4ren diesem aber nicht zutrauen. Der Unmut \u00fcber diese Verpflichtung war sehr gro\u00df, viele Fans sehen in Richer und Aubin zwei Mitschuldige am Aus der Hamburg Freezers. Man darf gespannt sein, wie Aubin in Berlin empfangen wird und wie das Team unter ihrem spielen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auf der Torh\u00fcterposition haben sich die Berliner von Kevin Poulin getrennt. Was aber jedoch nicht an seinen sportlichen Leistungen lag, denn die waren tadellos, sondern viel mehr an seinem schwierigen Charakter. Da hat es intern wohl des \u00d6fteren geknallt und man sah sich nicht dazu in der Lage, die Zusammenarbeit mit Poulin weiter fortzusetzen. Seine Statistik h\u00e4tte eine weitere Saison Poulins aber durchaus gerechtfertigt. In der Hauptrunde absolvierte die Nummer 40 der Eisb\u00e4ren 43 Spiele, kassierte im Schnitt 2,80 Gegentore pro Spiel, kam auf eine Fangquote von 91,49 Prozent und feierte drei Shutouts.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In den Playoffs steigerte sich Poulin noch einmal, kam in acht Spielen auf einen Gegentorschnitt von 2,40 pro Spiel, eine Fangquote von 93,06 Prozent und feierte nochmals zwei Shutouts.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Der Nachfolger Poulins hei\u00dft Sebastian Dahm, welcher von DEL-Konkurrent Iserlohn Roosters an die Spree wechselt. Schaut man nur auf die Statistik des d\u00e4nischen Nationalkeepers der vergangenen Saison, w\u00fcrde man ihn nicht als Verst\u00e4rkung auf der Goalie-Position ansehen. Denn in 26 Hauptrundenspielen hatte Dahm nur eine Fangquote von 89,73 Prozent, kassierte im Schnitt 3,68 Gegentore pro Spiel und schaffte keinen Shutout. Wie aber <\/span><a href=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2019\/05\/15\/gastbeitrag-hannesanalyse-die-neuzugaenge-in-der-analyse\/\">unser Gastautor Hannes von der Eisb\u00e4ren Sektion Nord in seiner Analyse der Neuzug\u00e4nge<\/a> <span style=\"color: #000000;\">schon bereits berichtete, war die letzte Saison eher eine Ausnahme in Dahms Statistik, der seit der Saison 2014\/2015 regelm\u00e4\u00dfig auf Fangquoten von \u00fcber 92 Prozent kam. Er ist eben auf eine gute Defensive vor ihm angewiesen, nur die hatte er in der letzten Saison nicht, als die Sauerl\u00e4nder eine katastrophale Saison spielten. So kamen auch Dahms Statistiken zu Stande, welche sich in der kommenden Saison sicherlich wieder bessern werden. Nur ob Dahm ein ad\u00e4quater Ersatz f\u00fcr Poulin ist, bleibt erst einmal fraglich. Dazu muss man die ersten Spiele erst einmal abwarten, um dar\u00fcber eine genaue Prognose abzugeben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Verteidigung gab es gleich f\u00fcnf Abg\u00e4nge zu verzeichnen, am schwersten wiegt sicherlich der von Oldie Micki DuPont, dem Dauerbrenner und eine der tragenden S\u00e4ulen in der abgelaufenen DEL-Saison. 28 Scorerpunkte (5 Tore\/23 Vorlagen) sammelte Micki DuPont in der Hauptrunde, acht Vorlagen kamen in den Playoffs noch einmal hinzu. Sein Abgang schmerzt und hat in der Berliner Fanszene auch f\u00fcr gro\u00dfe Aufruhr gesorgt, da viele diesen Schritt der Verantwortlichen nicht nachvollziehen konnten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Ebenso wenig, wie den Abgang von Youngster Maximilian Adam, dem man eine rosige Zukunft voraussagt. Die Eisb\u00e4ren haben in den Augen der Fans mal wieder ein hoffnungsvolles Talent verkauft. Adam wiederum kann man verstehen, er m\u00f6chte mehr Eiszeit und mehr Verantwortung \u00fcbernehmen und sieht diese Chance bei Ligarivale Grizzlys Wolfsburg gekommen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die drei weiteren Abg\u00e4nge von Jens Baxmann, Danny Richmond und Mark Cundari wiegen indes nicht so schwer. Baxmann lief schon l\u00e4nger seiner Form aus guten Jahren hinterher und sucht noch einmal eine neue Herausforderung in Iserlohn, Danny Richmond konnte nicht so recht \u00fcberzeugen und musste deshalb ebenfalls die Hauptstadt verlassen. Bei Cundari f\u00e4llt die Einsch\u00e4tzung da schon etwas schwieriger, da er doch mit vielen Vorschusslorbeeren aus Augsburg kam, dann in Berlin verletzungsbedingt aber nur auf 14 Spiele kam, in denen er aber sieben Scorerpunkte (3 Tore\/4 Vorlagen) sammelte. Vielleicht kn\u00fcpft er nun in Krefeld wieder an die guten alten Augsburger Zeiten an, in den er mit zu den st\u00e4rksten Verteidigern z\u00e4hlte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die f\u00fcnf Abg\u00e4nge fangen bisher zwei Importspieler auf, ein dritter wird noch gesucht. Der erste neue Verteidiger kennt die DEL bereits, spielte er doch in der abgelaufenen Saison bei der D\u00fcsseldorfer EG. Ryan McKiernan wechselt vom Rhein an die Spree und jagt der schwarzen Hartgummischeibe nun in Berlin nach. F\u00fcr unseren Gastautor Hannes ist McKiernan der 1:1-Ersatz f\u00fcr Micki DuPont. Die Statistiken der beiden Defender in der abgelaufenen Saison waren in etwa auch gleich gut, McKiernan schnitt leicht besser ab. Er kam auf drei Scorerpunkte mehr als DuPont, sammelte insgesamt 31, traf sechsmal und bereitete 25 weitere Treffer vor. Er schoss seltener als DuPont auf das Tor, hatte somit aber die bessere Quote im Abschluss. Daf\u00fcr sa\u00df McKiernan fast doppelt so oft wie DuPont in der K\u00fchlbox (60 zu 32 Strafminuten). Wenn McKiernan an seine Leistungen in D\u00fcsseldorf ankn\u00fcpfen kann, w\u00e4re er ein guter Ersatz f\u00fcr Micki DuPont. Zumal er in der Statistik der Primary Assists (direkte Torvorlagen) mit einem Wert von 15 ligaweit auf Platz Zwei hinter Mannheims Mark Katic lag. Er wei\u00df also, wie man seine Kollegen vor dem Tor gef\u00e4hrlich in Szene setzt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Der zweite neue Importspieler in der Defensive der Berliner hei\u00dft John Ramage und kommt direkt aus der AHL von den Binghamton Devils. In der AHL hielt Ramage sich die letzten sechs Jahre auf, absolvierte insgesamt 384 Spiele, in denen er starke 114 Scorerpunkte (31 Tore\/83 Vorlagen) sammelte. Die abgelaufene AHL-Saison stellte dabei seine pers\u00f6nlich erfolgreichste da, denn er scorte 31-mal, traf dabei zw\u00f6lf mal ins Tor und bereitete 19 weitere Treffer vor. In seiner Analyse der Neuzug\u00e4nge versuchte unser Gastautor Hannes John Ramages Leistung einzuordnen und verglich ihn daher mit Eisb\u00e4ren-Verteidiger Frank H\u00f6rdler, dessen Stats ungef\u00e4hr identisch waren.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Was sicherlich auch den Ausschlag f\u00fcr eine Verpflichtung Ramages gab, ist der Fakt, dass er ein F\u00fchrungsspieler sein kann, bekleidete er doch in seinen vergangenen Teams h\u00e4ufig das Amt des Kapit\u00e4ns oder aber des Assistenten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Auf John Ramage freue ich mich pers\u00f6nlich sehr und hoffe, dass er der Defensive der Eisb\u00e4ren mehr Tiefe verleihen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schauen wir uns also mal jetzt die komplette Defensive des siebenfachen DEL-Meister an, sehen wir auf der Goalie-Position mit Sebastian Dahm, Marvin C\u00fcpper und Maximilian Franzreb drei sehr gute Goalies, wobei sich Dahm und C\u00fcpper um den Status der Nummer Eins duellieren d\u00fcrften, w\u00e4hrend Franzreb wahrscheinlich vermehrt beim Kooperationspartner Wei\u00dfwasser Eiszeit erh\u00e4lt. F\u00fcr Dahm spricht zudem, dass er einen deutschen Pass besitzt und somit nicht mehr unter das Ausl\u00e4nder-Kontingent f\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Verteidigung stehen aktuell acht Spieler unter Vertrag, darunter sind zwei Importspieler, ein dritter wird noch gesucht. Wenn man nach der Reiheneinteilung der <em>Eishockey News<\/em> geht, w\u00fcrden die Verteidiger-P\u00e4rchen Nummer Eins und Zwei Ryan McKiernan\/Jonas M\u00fcller sowie John Ramage\/Frank H\u00f6rdler hei\u00dfen. Das dritte P\u00e4rchen w\u00fcrde der aktuell noch gesuchte dritte Importspieler zusammen mit Florian Kettemer bekleiden. Dahinter lauern noch Kai Wissmann, Constantin Braun und Erik Mik. Rein vom Papier her sieht das also erst einmal nicht so schlecht aus, jetzt m\u00fcssen die Spieler nur noch gut zusammen harmonieren und vor dem eigenen Tor aufr\u00e4umen sowie nach vorne offensiv Akzente setzen. Und dann muss man nat\u00fcrlich schauen, welchen Importspieler die Chefetage da noch aus dem Hut zaubern wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Offensive verlie\u00dfen im Sommer sechs Spieler die Eisb\u00e4ren Berlin. Zwei davon schlie\u00dfen sich in der kommenden DEL-Saison den Schwenninger Wild Wings an. Youngster Cedric Schiemenz und Top-Torj\u00e4ger Jamie MacQueen, welcher in der abgelaufenen DEL-Hauptrunde mit 21 Toren bester Torsch\u00fctze der Eisb\u00e4ren war. Zudem bereitete er noch 16 weitere Tore vor. In den Playoffs gelangen der ehemaligen Nummer 17 dann noch drei weitere Treffer sowie vier Vorlagen. Dieser Abgang wird definitiv schmerzen und stie\u00df bei den Fans auf gro\u00dfen Unmut.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Ebenso \u00fcberrascht und frustriert war die Fanszene der Eisb\u00e4ren \u00fcber die beiden Vertragsaufl\u00f6sungen von Martin Buchwieser (L\u00f6wen Frankfurt\/DEL2) und Daniel Fischbuch (Thomas Sabo Ice Tigers). Die Fans h\u00e4tten beide Spieler gerne weiter im Trikot der Berliner gesehen, die Statistiken jedoch sprechen da eine andere Sprache. Buchwieser kam in Hauptrunde und Playoffs nur auf drei Tore und sieben Vorlagen, Fischbuch auf zwei Tore und vier Vorlagen. Statistisch gesehen also eine nachvollziehbare Entscheidung der Verantwortlichen, wenn gleich der Ablauf und der Umgang mit diesen beiden Spielern alles andere als fair war.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und dann verlie\u00dfen mit Brendan Ranford (Ziel unbekannt) und Colin Smith (ERC Ingolstadt) noch zwei Spieler den Verein, welche erst vor der abgelaufenen Saison an die Spree gewechselt waren. Aber mit 15 Toren und 18 Vorlagen (Ranford) sowie vier Toren und 20 Vorlagen (Smith) in Hauptrunde und Playoffs entsprachen beiden nicht den Vorstellungen der Chefetage.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Neu verpflichtet wurden ein Importspieler, ein deutscher Nationalspieler und ein deutscher Youngster. Gesucht wird nun noch ein weiterer deutscher Akteur.<br \/>\nMit Leo Pf\u00f6derl kommt ein absoluter deutscher Top-St\u00fcrmer in die Hauptstadt. Wie Gastautor Hannes bereits in seiner Analyse erw\u00e4hnte, hatte Pf\u00f6derl in der Saison 2014\/2015 seinen Durchbruch, als ihm \u00fcber 25 Scorerpunkte gelangen. Seitdem lag seine Punktausbeute jeweils \u00fcber 30 Scorerpunkten. 2016\/2017 war seine Rekordsaison mit 48 Scorerpunkten. In der abgelaufenen DEL-Saison erzielte er in Hauptrunde und Playoffs 19 Tore und gab 17 Torvorlagen, also eine gute Ausbeute des deutschen Nationalspielers, der nun hoffentlich an diese Leistungen in Berlin ankn\u00fcpfen wird.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Erst vergangenes Wochenende gaben die Eisb\u00e4ren die Verpflichtung von Maxim Lapierre bekannt, der in Berlin die Nummer 40 von Kevin Poulin \u00fcbernehmen wird. Und bei dem, was man so \u00fcber den Neuzugang alles h\u00f6rt und liest, ist er wohl ein genauso schwieriger Charakter wie Poulins, weshalb die Trikotnummer ja schon einmal passt. Nur bleibt die Frage, warum man mit Kevin Poulin den einen Unruheherd aus der Mannschaft haben wollte, sich daf\u00fcr aber mit Maxim Lapierre gleich den n\u00e4chsten ins Team holte!?<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Rein sportlich gesehen macht diese Verpflichtung aber erst einmal Sinn, bringt der 34-j\u00e4hrige Angreifer doch die Erfahrung von 1.032 Profispielen in der NHL (694), AHL (129), der schwedischen SHL (34) und der Schweizer NLA (175) mit. Zuletzt stand Lapierre in den Reihen des HC Lugano, wo ihm 29 Scorerpunkte (9 Tore\/20 Vorlagen) gelangen. Lapierre fiel jedoch auch sehr oft durch seine Undiszipliniertheit auf, was ihm vergangene Saison 112 Strafminuten einhandelte, die drittmeisten aller Spieler. Lapierre ist also kein Kind von Traurigkeit und wird, wenn es denn n\u00f6tig ist, die F\u00e4uste sprechen lassen. Sein Rekord an Strafminuten datiert aus der Saison 2005\/2006, als er in der AHL 73 Pflichtspiele f\u00fcr die Hamilton Bulldogs absolvierte und dabei satte 214 Minuten in der K\u00fchlbox verbrachte. Hoffen wir mal, dass er in Berlin viel mehr durch seine Scorerpunkte als durch seine Schlagkraft und Undiszipliniertheit auff\u00e4llt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Der dritte Neuzugang im Sturm der Eisb\u00e4ren hei\u00dft Fabian Dietz und kommt vom Kooperationspartner Wei\u00dfwasser. Der 20-j\u00e4hrige wurde mit einer F\u00f6rderlizenz f\u00fcr seinen ehemaligen Arbeitgeber ausgestattet, was darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass er vermehrt in der DEL2 Eiszeit erhalten wird. In Hauptrunde und Playoffs kam Dietz insgesamt auf 56 Eins\u00e4tze, in denen ihm 13 Tore und sieben Vorlagen gelangen. Ihn wird man langfristig an das DEL-Team heranf\u00fchren wollen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Somit stehen aktuell 15 Angreifer unter Vertrag, darunter f\u00fcnf Importspieler. Auch hier schauen wir auf die Reiheneinteilung der <em>Eishockey News<\/em> und sehen in Reihe Eins als Linksau\u00dfen Sean Backman, als Center James Sheppard und als Rechtsau\u00dfen Leo Pf\u00f6derl. Die zweite Reihe w\u00fcrden in der selben Reihenfolge Austin Ortega, Louis-Marc Aubry und Marcel Noebels bekleiden, in Reihe Drei st\u00fcrmen demnach Mark Olver, Maxim Lapierre und Andr\u00e9 Rankel. In der vierten Reihe wird noch ein Center zwischen den Au\u00dfenst\u00fcrmern Charlie Jahnke und Florian Busch gesucht. Dahinter lauern die Youngsters um Vincent Hessler, Nino Kinder, Fabian Dietz und Thomas Reichel.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Rein von den Namen her sind das nat\u00fcrlich drei starke Reihen, welche die Eisb\u00e4ren da haben. Aber Eishockey wird nicht auf dem Papier gespielt, das hat man gerade in der vergangenen Saison gesehen, als der ein oder andere Leistungstr\u00e4ger seiner eigentlichen Form doch meilenweit hinterher hinkte. Demnach muss man nat\u00fcrlich schauen, inwieweit die Spieler wieder zu Ihrer Normalform zur\u00fcckfinden und wie sich die beiden Neuzug\u00e4nge Pf\u00f6derl und Lapierre mit einbringen werden.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die vierte Reihe f\u00e4llt ligaweit sicherlich\u00a0 ein bisschen ab und zudem bleibt noch abzuwarten, ob Florian Busch nach seiner Gehirnersch\u00fctterung wieder spielen kann oder nicht. Von daher sollte man an der Reihenzusammensetzung noch einmal arbeiten und die Reihen ausgewogener besetzen, damit man nicht nach einer gewissen Spielzeit wieder nur auf drei Reihen umstellt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Abgesehen von den noch zwei zu besetzenden Stellen steht der Kader der Eisb\u00e4ren Berlin also f\u00fcr die neue DEL-Saison 2019\/2020. Nebenbei muss man nat\u00fcrlich auch noch warten, ob auf der Seite der Abg\u00e4nge noch was passiert, ausschlie\u00dfen wollten das die Verantwortlichen zuletzt ja nicht. Aber so, wie der Kader jetzt erst einmal aussieht, ist es sicherlich kein schlechter und mit diesem kann man sicherlich auch in den Kampf um die Playoff-Pl\u00e4tze eingreifen. Vom Titel will ich aber keinesfalls sprechen, denn da sind Mannheim und M\u00fcnchen doch deutlich st\u00e4rker besetzt und auch andere Teams haben sich gut verst\u00e4rkt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber auch diese Saison wird wieder viel davon abh\u00e4ngen, dass man von Verletzungen verschont bleibt, dass die etatm\u00e4\u00dfigen Leistungstr\u00e4ger ihre Form abrufen und dass die Neuzug\u00e4nge im Vergleich zu letzten Saison &#8211; mit Ausnahme von Kevin Poulin, Florian Kettemer und Austin Ortega &#8211; einschlagen werden. Gute Leistungen bei anderen DEL-Clubs waren bisher noch nie gleichbedeutend daf\u00fcr, dass es dann auch in Berlin gut laufen wird. Wichtig f\u00fcr den Erfolg wird auch ein gutes Torh\u00fcter-Duo sein, da bleibt abzuwarten, wer sich im internen Kampf um die Nummer Eins durchsetzen wird.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und dann w\u00e4re da noch die Frage, welchen Maxim Lapierre wir sehen werden. Den undisziplinierten, welcher die meiste Zeit auf der Strafbank verbringen oder aber den, der ordentlich scoren wird?<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Alles in allem steht uns eine interessante Saison bevor und nach den Vorbereitungsspielen und den ersten zehn, 15 Ligaspielen wird man sehen, wie gut dieser Kader wirklich ist. Im Moment herrscht im Umfeld der Eisb\u00e4ren diesbez\u00fcglich noch viel Skepsis und Unsicherheit, aber Eishockey wird nicht auf dem Papier sondern auf dem Eis gespielt. Und dort m\u00fcssen die Jungs einfach nur ihre beste Leistung abrufen, der Rest wird sich dann von alleine ergeben.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In gut zwei Wochen bittet der neue Eisb\u00e4ren-Coach Serge Aubin zum ersten gemeinsamen Eistraining in Vorbereitung auf die neue DEL-Saison 2019\/2020. 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