{"id":8412,"date":"2019-03-24T20:26:57","date_gmt":"2019-03-24T19:26:57","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=8412"},"modified":"2019-03-24T20:26:57","modified_gmt":"2019-03-24T19:26:57","slug":"30-in-muenchen-die-eisbaeren-schocken-muenchen-und-wenden-das-saisonende-ab-austin-ortega-mit-doppelpack-und-kevin-poulin-mit-zweitem-shutout-gegen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2019\/03\/24\/30-in-muenchen-die-eisbaeren-schocken-muenchen-und-wenden-das-saisonende-ab-austin-ortega-mit-doppelpack-und-kevin-poulin-mit-zweitem-shutout-gegen-muenchen\/","title":{"rendered":"3:0 in M\u00fcnchen! Die Eisb\u00e4ren schocken M\u00fcnchen und wenden das Saisonende ab &#8211; Austin Ortega mit Doppelpack und Kevin Poulin mit zweitem Shutout gegen M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/EHC_Red_Bull_Muenchen_JPG_XL-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"112\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">&#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Vielleicht gibt&#8217;s ja noch einen Eishockey-Gott<\/em><\/strong><\/span>&#8222;, das sagte Marcel Noebels im Vorfeld des f\u00fcnften Viertelfinalspiels zwischen dem EHC Red Bull M\u00fcnchen und den Eisb\u00e4ren Berlin. Nach dem Spiel kann man sagen, es gibt ihn, den Eishockey-Gott und er ist ein Berliner. Denn der Hauptstadt-Club wendete am Sonntagnachmittag das vorzeitige Saisonende ab, gewann Spiel F\u00fcnf in M\u00fcnchen hochverdient mit 3:0 (1:0,0:0,2:0) und erzwang somit ein drittes Heimspiel in Berlin. Und dort erwartet den Deutschen Meister der vergangenen drei Jahre dann ein wahrer Hexenkessel, die Arena am Ostbahnhof muss beben. So, wie heute der G\u00e4steblock in M\u00fcnchen. Die anwesenden Eisb\u00e4ren-Fans haben den M\u00fcnchnern mal gezeigt, wie Stimmung geht, wie Leidenschaft auf den R\u00e4ngen aussieht, was Tradition bedeutet. Alles Sachen, von denen sie in M\u00fcnchen nur tr\u00e4umen. Somit haben die Eisb\u00e4ren also nicht nur das Duell auf dem Eis deutlich f\u00fcr sich entschieden, nein, auch das Duell auf den R\u00e4ngen mehr als eindeutig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eisb\u00e4ren-Trainer St\u00e9phane Richer lie\u00df nichts unversucht, \u00e4nderte ein bisschen was an seinen Reihen, aber nicht an seinem Torh\u00fcter. Kevin Poulin h\u00fctete weiterhin das Berliner Tor. Auch das restliche Personal blieb unver\u00e4ndert, aber eben nur in etwas ver\u00e4nderten Sturmreihen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Frage vor dem heutigen Spiel F\u00fcnf der Viertelfinalserie war die gewesen, wie die Eisb\u00e4ren in das Spiel kommen w\u00fcrden. Hellwach oder wieder verschlafen, so wie am Freitag, als man nach nur 28 Sekunden mit 0:1 in R\u00fcckstand geriet. Sie kamen hellwach rein, waren von der ersten Sekunde an fokussiert und konzentriert, erwiesen sich im Auftaktdrittel als schwerer Gegner f\u00fcr den Meister, der heute die Serie zumachen wollte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Vom ersten Bully an war es eine Partie mit hohem Tempo und harten Zweik\u00e4mpfen, beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne und dann im Angriffsdrittel auch den Abschluss. Die Eisb\u00e4ren waren sehr gut im Spiel, hatten nach vier Minuten die erste gute Drangphase, einen guten Wechsel, in dem Danny Richmond und Andr\u00e9 Rankel zwei gute M\u00f6glichkeiten hatten und den Hausherren deutlich machten, dass man diese Serie nicht so einfach aufgibt, so wie es am Freitag noch den Anschein gemacht hatte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Nach sieben Minuten nahmen die Berliner dann aber durch Marcel Noebels die erste Strafzeit der Partie, M\u00fcnchen also mit einem \u00dcberzahlspiel, in dem sie aber au\u00dfer einem Onetimer von Yasin Ehliz aus dem Slot nichts zu Stande brachten. Den Onetimer parierte Kevin Poulin problemlos.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Generell lie\u00dfen die Hauptst\u00e4dter relativ wenig hinten zu, standen sehr kompakt und machten die Schusswege zu, dr\u00e4ngten die Hausherren zu Sch\u00fcssen von au\u00dfen. Genau jene Spielweise, die M\u00fcnchen am Freitag in Berlin angewandt hatte. Und aus dieser sehr starken Defensive leiteten die Berliner ihre Angriffe ein. So auch den von Florian Kettemer, der Mitte des ersten Drittels mit viel Zug ins Angriffsdrittel fuhr, zum Abschluss kam, doch diese gute Chance nicht nutzen konnte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Zwei Minuten sp\u00e4ter bekamen die Eisb\u00e4ren die erste Chance, in \u00dcberzahl zu spielen. Und diese sollten sie nutzen. Die Berliner fanden ihre Formation, Austin Ortega spielte die Scheibe von der linken Seite zur blauen Linie, wo Micki DuPont lauerte. Der spielte die Scheibe quer r\u00fcber zum rechten Bullykreis und da stand &#8211; wie in jedem Powerplay der Eisb\u00e4ren &#8211; Jamie MacQueen und wollte zu einem seiner gef\u00fcrchteten Onetimer ansetzen. Und er nahm den Pass direkt und h\u00e4mmerte die Scheibe eiskalt unter die Latte, keine Chance f\u00fcr Danny Aus den Birken &#8211; 1:0 (12.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Das F\u00fchrungstor spielte den G\u00e4sten nat\u00fcrlich in die Karten, sie zogen ihren Gameplan hier eiskalt durch und nahmen M\u00fcnchen durch die starke Defensivarbeit so ein wenig die Spielfreude. M\u00fcnchen konnte im ersten Drittel selten f\u00fcr Gefahr sorgen. Auch nicht bei einem zweiten Powerplay zum Ende des Drittels hin. Da kam Daryl Boyle zur einzigen Chance und das ganze sechs Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Brandon Ranford.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">So nahmen die Hauptst\u00e4dter eine verdiente 1:0-F\u00fchrung mit in die erste Drittelpause. Torsch\u00fctze Jamie MacQueen sagte im Pauseninterview bei Magenta Sport, dass man nat\u00fcrlich die Kraft und die Hoffnung aus der Finalserie aus dem letzten Jahr nehmen will, als man ebenfalls 1:3 in der Serie hinten lag und Spiel F\u00fcnf und Sechs gewann, um den ultimativen Showdown in M\u00fcnchen zu erzwingen. Zudem lobte er das starke Penaltykilling des gesamten Teams und meinte, dass das 1:0 nat\u00fcrlich \u00e4u\u00dferst wichtig war, ein erster Schritt in die richtige Richtung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Da Justin Shugg auf Seiten des Meisters mit Ablauf des ersten Drittels noch eine Strafzeit wegen Stockschlags erhielt, begannen die Berliner das Mitteldrittel mit einem Mann mehr. James Sheppard hatte dabei die beste Chance, als er vor dem Tor an die Scheibe kam, aber sie ging knapp am M\u00fcnchner Tor vorbei. Als die Strafe abgelaufen war und Shugg zur\u00fcck auf das Eis kam, bekam er den Puck und marschierte alleine Richtung Kevin Poulin, aber er schoss knapp dr\u00fcber.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren auch in diesem Drittel mit einer ganz starken Defensivarbeit, sie machten die gef\u00e4rhlichen R\u00e4ume vor dem Tor zu und dr\u00e4ngten M\u00fcnchen nach au\u00dfen. Und man selbst fuhr immer wieder Angriffe, setzte M\u00fcnchen immer wieder unter Druck und zudem des \u00f6fteren im eigenen Drittel fest. Die Eisb\u00e4ren sorgten mit ihren Offensivbem\u00fchungen stets f\u00fcr Gefahr, das einzige, was sie sich vorzuwerfen hatten, war die Chancenverwertung. Denn die Scheibe wollte einfach kein zweites Mal \u00fcber die Linie.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und M\u00fcnchen? Die taten sich weiterhin sehr schwer, die Eisb\u00e4ren mal in Gefahr zu bringen. Zweimal schafften sie es aber. Einmal brachten sie die Scheibe einfach mal Richtung Tor, davor entstand ein Gew\u00fchl, M\u00fcnchen versuchte, die Scheibe irgendwie ins Tor zu arbeiten, aber die Eisb\u00e4ren k\u00e4mpften verbissen und schafften es, die Scheibe aus der Gefahrenzone zu bringen. Und beim anderen Mal M\u00fcnchen mal mit einem schnellen Angriff, Mark Voakes fuhr mit der Scheibe ins Angriffsdrittel, legte sie zur\u00fcck auf Frank Mauer, der zog direkt ab, doch sein Schuss flog \u00fcber das Tor von Poulin.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren hielten so die 1:0-F\u00fchrung auch nach 40 Minuten noch fest in der Hand, M\u00fcnchen h\u00e4tte sich aber nicht beschweren k\u00f6nnen, wenn man h\u00f6her h\u00e4tte hinten gelegen. Aber so war noch alles offen f\u00fcr den Schlussabschnitt und da erwartete man eine Schlussoffensive des Meisters.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber so recht wollte die nicht kommen. Zu Beginn des letzten Drittels war es eher ein hin und her, beide Teams waren bem\u00fcht, nach vorne was zu machen und suchten den Abschluss. M\u00fcnchen wollte den Ausgleich erzielen, die Eisb\u00e4ren das 2:0 nachlegen. Die Eisb\u00e4ren lauerten auf Konter, wollten somit f\u00fcr eine Vorentscheidung sorgen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und in der 47. Spielminute hatten die Berliner die gro\u00dfe Chance, als sie einen Zwei-auf-Eins-Konter fuhren. Jamie MacQueen kam \u00fcber rechts ins Angriffsdrittel, spielte den Querpass auf Louis-Marc Aubry, der gegen die Laufrichtung von Danny Aus den Birken schoss, aber die Scheibe ging knapp am Tor vorbei.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber nur gut eine Minute sp\u00e4ter sollten es die Berliner besser machen. M\u00fcnchen vert\u00e4ndelte an der eigenen blauen Linie die Scheibe, die Eisb\u00e4ren mit jeder Menge Druck auf das M\u00fcnchner Tor. Am Ende kam Austin Ortega am linken Pfosten zum Abschluss, der Puck rutschte irgendwie am kurzen Pfosten durch und schon stand es 2:0 (49.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Und die Eisb\u00e4ren schockten M\u00fcnchen nun richtig. Nur 37 Sekunden sp\u00e4ter war es erneut Ortega, der auf 3:0 stellte. Yannic Seidenberg mit dem Fehlpass an der gegnerischen blauen Linie. Ortega stibitzte die Scheibe und fuhr alleine auf Aus den Birken zu, dem er keine Chance lie\u00df.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Damit war diese Partie eigentlich gelaufen. Die Eisb\u00e4ren standen fortan hinten weiter sehr kompakt, verteidigten ihr Tor nach allen Kr\u00e4ften. Und alles, was durchkam, war eine sichere Beute von Kevin Poulin. Aus der sicheren Defensive heraus lauerten die Eisb\u00e4ren nun nat\u00fcrlich vermehrt auf Konter, um weitere Treffer nachzulegen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Vier Minuten vor dem Ende der Partie kassierte Louis-Marc Aubry noch einmal eine Strafe wegen eines Stockschlags. M\u00fcnchens Coach Don Jackson nahm daraufhin eine Auszeit und Goalie Aus den Birken vom Eis, somit spielte der Meister also Sechs-gegen-Vier. Und M\u00fcnchen machte geh\u00f6rig Druck, brachte jede Scheibe zum Tor, aber Kevin Poulin lie\u00df sich an diesem Abend nicht bezwingen und feierte somit am Ende seinen zweiten Shutout in der Serie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und es muss die Frage erlaubt sein, warum die Eisb\u00e4ren am Freitag nicht so gespielt haben? Sie haben heute von der ersten bis zur letzten Sekunde eine Top-Leistung abgerufen, hinten ganz stark verteidigt und vorne die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Und in Unterzahl hat man ganz stark gearbeitet und M\u00fcnchen den letzten Nerv geraubt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Man hat heute die perfekte Antwort auf Freitag gegeben, als man sich fragte, was das bitte f\u00fcr ein Auftritt war. Nach dem 2:5 vom Freitag hatte eigentlich kaum einer mehr an einen Sieg der Eisb\u00e4ren und ein drittes Heimspiel in dieser Serie geglaubt, aber die Eisb\u00e4ren haben heute noch einmal alles raus gehauen, was ging.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Oder um es mit den Worten von Florian Kettemer zu beschreiben: Sie haben Spa\u00df gehabt, jeden Wechsel genossen, schlie\u00dflich h\u00e4tte es heute ja das letzte Saisonspiel sein k\u00f6nnen. Man hat damit das Saisonende noch einmal abwenden und die Serie ein weiteres Mal nach Berlin holen k\u00f6nnen. Praktisch genau so wie im letzten Jahr, als man ebenfalls in der Finalserie mit einem 1:3-Serien-R\u00fcckstand nach M\u00fcnchen gefahren ist, dieses Spiel gewann und Spiel Sechs in Berlin erzwang. Der Ausgang damals ist allen noch im Ged\u00e4chtnis, man gewann dieses Spiel und fuhr zum ultimativen Showdown nach M\u00fcnchen. Nun kann sich diese Geschichte wiederholen, nur dann sollte das Ende in einem m\u00f6glichen siebten Spiel ein anderes sein&#8230;<\/span><\/p>\n<p><em><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Playoff-Stand:<\/span><\/strong> <strong><span style=\"color: #ff0000;\">EHC Red Bull M\u00fcnchen vs. Eisb\u00e4ren Berlin 3:2 (3:2 n.V.\/0:4\/4:1\/5:2\/0:3)<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Vielleicht gibt&#8217;s ja noch einen Eishockey-Gott&#8222;, das sagte Marcel Noebels im Vorfeld des f\u00fcnften Viertelfinalspiels zwischen dem EHC Red Bull M\u00fcnchen und den Eisb\u00e4ren Berlin. 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