{"id":8028,"date":"2018-09-30T21:43:29","date_gmt":"2018-09-30T19:43:29","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=8028"},"modified":"2018-09-30T21:43:29","modified_gmt":"2018-09-30T19:43:29","slug":"siegesserie-gerissen-eisbaeren-kassieren-zu-viele-strafzeiten-und-verlieren-mit-35-in-straubing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2018\/09\/30\/siegesserie-gerissen-eisbaeren-kassieren-zu-viele-strafzeiten-und-verlieren-mit-35-in-straubing\/","title":{"rendered":"Siegesserie gerissen: Eisb\u00e4ren kassieren zu viele Strafzeiten und verlieren mit 3:5 in Straubing"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Straubing_tigers_logo.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"125\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Es gibt Ausw\u00e4rtsspiele, die liegen den Eisb\u00e4ren Berlin einfach nicht. Spiele im Straubinger Eisstadion am Pulverturm sind solche, letzte Saison verlor man beide Gastspiele dort. Auch heute Abend verloren die Berliner wieder in Niederbayern. 3:5 (1:1,0:2,2:2) hie\u00df es am Ende vor 3.632 Zuschauern. Damit endete auch die Serie von drei Siegen in Folge f\u00fcr die Mannschaft von Trainer Cl\u00e9ment Jodoin.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Beide Mannschaften starteten mit drei Siegen in f\u00fcnf Spielen in die neue DEL-Saison und waren somit vor dem Spiel Tabellennachbarn. Bei den Niederbayern spielen mit Sven Ziegler und T.J. Mulock zwei Ex-Berliner, Letzterer absolvierte heute sein 500. DEL-Spiel. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an dieser Stelle zu diesem Jubil\u00e4um.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Hinein ins Spiel, wo die Eisb\u00e4ren nach nur 34 Sekunden durch Danny Richmond die erste Strafe kassierten. Aber in Unterzahl lief es zuletzt sehr gut f\u00fcr die Hauptst\u00e4dter, welche in den letzten vier Spielen nur ein Unterzahlgegentor kassierten. Doch heute klingelte es im Berliner Kasten. Straubing mit einem Onetimer vom rechten Bullykreis, Maximilian Franzreb parierte diesen Schuss und auch den ersten Nachschuss, gegen den zweiten von Mitchell Heard war der junge Berliner Goalie aber machtlos &#8211; 0:1 (3.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend die Tigers-Fans das F\u00fchrungstor noch bejubelten und der Stadionsprecher den Torsch\u00fctzen durch gab, spielte Florian Busch den &#8222;Party-Crasher&#8220;. Benedikt Schopper mit dem Fehlpass im Spielaufbau, Buschi kam an die Scheibe und lie\u00df sich diese Chance nicht nehmen, schlenzte die schwarze Hartgummischeibe ins Straubinger Tor &#8211; 1:1 (3.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Es war ein flotter Beginn, beide Mannschaften mit viel Tempo, sie suchten immer wieder den Torabschluss. Insgesamt war es ein erstes Drittel, was sehr interessant und gut anzuschauen war.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Acht Minuten waren gespielt, als die G\u00e4ste von der Spree zum zweiten Mal in Unterzahl ran mussten, doch dieses Mal \u00fcberstand die Mannschaft von Coach Cl\u00e9ment Jodoin die Unterzahl und hatte durch Florian Busch sogar noch eine richtig gute Chance gehabt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die H\u00e4lfte des Auftaktdrittels war rum, als Stefan Loibl im Slot angespielt wurde und direkt abzog, Franzreb mit einem starken Save. Kurz darauf die erste Strafe gegen die Gastgeber und die Eisb\u00e4ren nun mit einem Mann mehr auf dem Eis. Und man mag es kaum glauben, aber die Eisb\u00e4ren haben aktuell das zweitbeste Powerplay der Liga, trafen alleine in den letzten vier Spielen sechs Mal in \u00dcberzahl. Und in diesem \u00dcberzahlspiel hatten Marcel Noebels und Jamie MacQueen richtig gute Chancen, doch Jeffrey Zatkoff parierte zweimal stark.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">MacQueen, der Hattrick-Mann vom Iserlohn-Spiel, hatte vier Minuten vor der ersten Pause noch einmal eine gute M\u00f6glichkeit, tankte sich klasse durch, schoss die Scheibe aber knapp rechts am Tor vorbei.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die letzte Chance geh\u00f6rte aber den Hausherren, Fehler der Eisb\u00e4ren im Aufbau, die Scheibe kam zu Loibl, welcher von der rechten Seite abzog, doch in Maximilian Franzreb seinen Meister fand.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Mit einem gerechten Spielstand von 1:1 ging es in die erste Pause. Ex-Eisb\u00e4r Sven Ziegler mit seiner Analyse zum ersten Drittel bei <em>Telekom Sport<\/em>:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Es ist kein normales Spiel f\u00fcr mich. Bis jetzt l\u00e4uft es ganz gut, es macht Spa\u00df. In den n\u00e4chsten 40 Minuten greifen wir an.<\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren hatten fr\u00fch im Mitteldrittel die M\u00f6glichkeit, in \u00dcberzahl zu agieren, konnten die numerische \u00dcberzahl aber nicht nutzen. Das zweite Drittel war gepr\u00e4gt von hartem Kampf um die Scheibe, keine Mannschaft wollte den Puck kampflos abgeben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In der 27. Spielminute ein guter Wechsel der Backman-Sheppard-MacQueen-Reihe, die Straubing gut unter Druck setzten, die Tigers konnten sich nur mit einem Icing befreien. Ein Tor sprang aus der Situation aber nicht heraus.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Dann folgten drei Strafzeiten in Folge f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, doch in den ersten beiden Unterzahlspielen waren die Eisb\u00e4ren mit einem Mann weniger die gef\u00e4hrlichere Mannschaft. In der ersten Unterzahl Mark Olver und Kai Wissmann mit einem 2-auf-1-Konter, Olver jedoch mit einem schlechten Pass auf Wissmann. Olver probierte es anschlie\u00dfend noch einmal selbst, scheiterte aber an Zatkoff.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Im zweiten Unterzahlspiel war es Danny Richmond, welcher eine gute Chance hatte. Aber auch die Niederbayern mit der M\u00f6glichkeit in \u00dcberzahl, Onetimer Jeremy Williams mit Ablauf der Strafe, ohne Erfolg jedoch.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aller guten Dinge sind drei, das dachten sich wohl auch die Tigers, die die dritte Strafzeit des Mitteldrittels ausnutzten. Stefan Loibl brachte die Scheibe in die Rundung, dann wurde sie zur\u00fcckgelegt an die blaue Linie, wo Fredrik Eriksson zu einem satten Schlagschuss ausholte und Franzreb keine Chance lie\u00df &#8211; 1:2 (36.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Zwei Minuten noch auf der Uhr im zweiten Drittel, die Eisb\u00e4ren im Angriff, aber Mark Cundari und Jens Baxmann behinderten sich gegenseitig, Marco Pfleger nahm die Scheibe auf, spielte sie r\u00fcber zu Thomas Brandl, welcher abzog. Franzreb konnte den Schuss parieren, Brandon Ranford wollte die Scheibe aus der Gefahrenzone bringen, traf jedoch Max Renner und von dem rutschte die Scheibe letztendlich \u00fcber die Linie &#8211; 1:3 (38.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Marcel Noebels war nach dem zweiten Drittel verst\u00e4ndlicherweise anges\u00e4uert:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wir kassieren definitiv zu viele Strafen. Das waren f\u00fcnf oder sechs Strafen, ich hab nicht mitgez\u00e4hlt. Das sind zw\u00f6lf Minuten von 40 in Unterzahl. So ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Bei 5-gegen-5 m\u00fcssen wir uns keine Sorgen machen, aber in Unterzahl wird es schwer. Wir spielen zu kompliziert, haben zu viele Turnovers. Wir m\u00fcssen zur\u00fcck zu unser St\u00e4rke finden.<\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Vorhaben, keine Strafzeiten mehr zu kassieren, hielt nur ganze 16 Sekunden, dann musste Sean Backman in die K\u00fchlbox. Marcel Brandt hatte im Powerplay die beste Chance per Onetimer, Maximilian Franzreb packte die Fanghand aus und zeigte einen klasse Save.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Kaum war Backman zur\u00fcck auf dem Eis, hatte er gleich eine gute Chance, scheiterte aber an Zatkoff. Es war eine Phase, in der die Eisb\u00e4ren sich bem\u00fcht zeigten und immer wieder zum Abschluss kamen, die Sch\u00fcsse stellte Jeffrey Zatkoff im Tigers-Tor jedoch nur selten vor eine schwere Pr\u00fcfung. Straubing lauerte nun vermehrt auf Fehler der Eisb\u00e4ren, um eiskalt zu kontern und das Spiel zu entscheiden.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Aber sie mussten ja nur auf Strafzeiten der Eisb\u00e4ren warten und die kamen. Jens Baxmann musste f\u00fcr zwei Minuten raus, Straubing in \u00dcberzahl und Dylan Wruck brachte die Scheibe irgendwie an Franzreb vorbei und erh\u00f6hte auf 4:1. Da sah der junge Goalie etwas ungl\u00fccklich aus, nur, was soll er machen, wenn seine Vorderleute ihn nicht tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen (51.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die Niederbayern nun in Spiellaune und jetzt wollte auch Ex-Eisb\u00e4r Sven Ziegler noch treffen, hatte zwei richtig gute M\u00f6glichkeiten, aber Franzreb lie\u00df den Puck nicht durch.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">In den letzten sechs Minuten Straubing noch einmal mit zwei Strafzeiten und die beiden \u00dcberzahlspiele konnten die Berliner nutzen. Die Eisb\u00e4ren mit richtig viel Druck auf das Tigers-Tor, am Ende war es Sean Backman, welcher die Scheibe \u00fcber die Linie dr\u00fcckte &#8211; 2:4 (54.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Bei der n\u00e4chsten Strafe gegen Straubing nahmen die Eisb\u00e4ren wenig sp\u00e4ter noch eine Auszeit und Goalie Maximilian Franzreb vom Eis, man hatte also zwei Mann mehr auf dem Eis, was am Ende auch half. Micki DuPont mit dem Querpass an der blauen Linie zu Jamie MacQueen, welcher den Puck direkt nahm und ins Tor h\u00e4mmerte &#8211; 3:4 (59.). Der sechste Treffer des Berliner Top-Torj\u00e4gers in der noch jungen Saison.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die letzten 105 Sekunden dr\u00e4ngten die Eisb\u00e4ren noch einmal geh\u00f6rig auf das Straubinger Tor, aber ein Fehlpass an der gegnerischen blauen Linie von Micki DuPont sorgte f\u00fcr die Entscheidung. Stefan Loibl sagte &#8222;Danke&#8220; und netzte von der Mittellinie aus ein &#8211; 3:5 (60.). Damit war die Partie hier gelaufen und Straubing sicherte sich die drei Punkte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es ist hinl\u00e4nglich bekannt, dass man auf der Strafbank keine Spiele gewinnt und auch heute wurde es wieder deutlich. Die Eisb\u00e4ren nahmen zu viele Strafzeiten und Straubing nutzte dies zu drei Treffern. Und die anderen beiden Treffern resultierten aus individuellen Fehlern, wie sie nach wie vor noch zu h\u00e4ufig im Berliner Spiel vorkommen. Die Niederbayern brauchten also nur auf Strafen und Fehler der Eisb\u00e4ren warten, sie taten dies und schlugen eiskalt zu.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Die drei Siege in Folge waren zwar sch\u00f6n und wichtig f\u00fcr das Punktekonto, aber bereits da hat man die vielen Baustellen bei den Eisb\u00e4ren noch gesehen. Es l\u00e4uft nach wie vor noch nicht rund und heute hat man dies mal wieder eindeutig zu sehen bekommen. Zwar hatten die Eisb\u00e4ren auch ihre Chancen, nur konnten sie diese lange nicht nutzen, wachten erst in der Schlussphase auf und h\u00e4tten sich da beinahe noch belohnt, verdient w\u00e4re das aber nicht gewesen. Sah auch Florian Busch nach dem Spiel bei <em>Telekom Sport<\/em> so:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wir haben zu viele Strafen genommen. Strafzeiten sind das Schlimmste, was dir passieren kann. Es waren teilweise bl\u00f6de Strafen, ich denke, wir m\u00fcssen disziplinierter spielen. Am Schluss haben wir nochmal Charakter gezeigt, sind fast noch zum Ausgleich gekommen mit ein bisschen Dusel. Aber ich denke, dass Straubing am Ende schon verdient gewonnen hat. <\/span><\/strong><\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Ausw\u00e4rtsspiele, die liegen den Eisb\u00e4ren Berlin einfach nicht. Spiele im Straubinger Eisstadion am Pulverturm sind solche, letzte Saison verlor man beide Gastspiele dort. Auch heute Abend verloren die Berliner wieder in Niederbayern. 3:5 (1:1,0:2,2:2) hie\u00df es am Ende vor 3.632 Zuschauern. 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