{"id":7139,"date":"2017-03-19T20:46:24","date_gmt":"2017-03-19T19:46:24","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=7139"},"modified":"2017-03-19T22:22:28","modified_gmt":"2017-03-19T21:22:28","slug":"10028-minuten-eishockey-wahnsinn-dienstag-showdown-in-mannheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2017\/03\/19\/10028-minuten-eishockey-wahnsinn-dienstag-showdown-in-mannheim\/","title":{"rendered":"100:28 Minuten Eishockey-Wahnsinn &#8211; Dienstag Showdown in Mannheim"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6467\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617.jpg 600w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617-300x60.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Ausgabe #28:<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Adler-Mannheim-logo_svg.png\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"122\" \/><span style=\"color: #000000;\">Dieses Eishockey-Spiel werden die 14.008 Zuschauer, welche heute Nachmittag in der Mercedes-Benz Arena anwesend waren, wohl nicht so schnell vergessen. Was nach zehn Minuten nach einem weiteren souver\u00e4nen Heimsieg aussah, endete am Ende in einem wahren Eishockey-Krimi, welcher zu Beginn der dritten Overtime nach insgesamt 100:28 Minuten sein Ende fand. Marcel Noebels erzwang mit seinem Treffer in der 101. Minute Spiel Sieben und schickte die Viertelfinalserie gegen die Adler Mannheim somit endg\u00fcltig in den absoluten Showdown am Dienstagabend in der SAP-Arena (Bully: 20:00 Uhr).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Keine \u00c4nderungen im Line-up der Eisb\u00e4ren, Chefcoach Uwe Krupp vertraute also der selben Mannschaft, welche am Freitag Spiel F\u00fcnf in Mannheim verloren hatte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Ausgangslage war klar. Berlin musste gewinnen, Mannheim konnte gewinnen, musste es aber nicht zwingend. Und die Partie begann aus Berliner Sicht hervorragend. Nick Petersen fuhr auf das Adler-Tor zu und konnte nur unfair gestoppt werden. Es gab Penalty f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, welchen Petersen stark verwandelte. Er lief ganz locker und ruhig an, guckte den Mannheimer Goalie aus und versenkte die Scheibe rechts unten &#8211; 1:0 (3.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Und die Eisb\u00e4ren machten weiterhin Druck und konnten in \u00dcberzahl (!) nachlegen. Im Nachsetzen versenkte Marcel Noebels die Scheibe zum 2:0 im Tor von Drew MacIntyre (7.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Und nun waren die Eisb\u00e4ren richtig im Rausch, bei Mannheim flatterten die Nerven und sie waren zu undiszipliniert. Die Folge war eine doppelte \u00dcberzahl f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, die sie auch noch ausnutzten. Nick Petersen zog ab und legte sein zweites Tor am heutigen Nachmittag nach &#8211; 3:0 (10.). Der Treffer wurde jedoch erst nach Ansicht des Videobeweises gegeben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Was f\u00fcr ein b\u00e4renstarker Auftakt der Eisb\u00e4ren, die Mannheim hier schwindelig spielten. Mannheim war sichtlich frustriert und kassierte weiterhin Strafzeiten. Aber das folgende Powerplay konnten die B\u00e4ren nicht nutzen, nahmen aber trotzdem eine scheinbar beruhigende 3:0-F\u00fchrung mit in die erste Drittelpause.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7140\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7140\" class=\"size-medium wp-image-7140\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20170319_143315-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20170319_143315-300x169.jpg 300w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20170319_143315-768x432.jpg 768w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20170319_143315-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-7140\" class=\"wp-caption-text\">Es war eine hart umk\u00e4mpfte Partie zwischen den Eisb\u00e4ren Berlin und den Adler Mannheim. (Foto: eisbaerlin.de\/walker)<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und zu Beginn des zweiten Drittel die Eisb\u00e4ren weiterhin in doppelter \u00dcberzahl. Aber diesmal spielten sie es zu kompliziert, passten wieder zu viel und konnten nicht wirklich f\u00fcr Gefahr sorgen. Insgesamt hatte man fast dreieinhalb Minuten zu Beginn des Mitteldrittels \u00dcberzahl, erst doppelt, danach einfach. Aber diese Riesenchance zur Vorentscheidung konnte man nicht nutzen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Dann aber mal die Mannheimer mit zwei \u00dcberzahlspielen in Folge. Das erste konnten die Adler nicht nutzen, das zweite dann aber schon. Carlo Colaiacovo zog von der blauen Linie ab und vor dem Tor lauerte Torj\u00e4ger Chad Kolarik und f\u00e4lschte die Scheibe unhaltbar f\u00fcr Petri Vehanen ab &#8211; 3:1 (29.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Und dieses Tor gab den Kurpf\u00e4lzern sichtlich Auftrieb. Mannheim machte hier nun geh\u00f6rig Druck, setzten die Eisb\u00e4ren immer wieder in deren Drittel fest. Von den Eisb\u00e4ren kam im Mitteldrittel nicht mehr so viel nach vorne. Stattdessen lud man die G\u00e4ste mit unn\u00f6tigen individuellen Fehler zu Chancen ein. Einen davon nutzte sie relativ schnell nach dem Anschlusstreffer zum zweiten Tor aus. Mal wieder war es Alex Roach, der die Scheibe nicht sauber aus dem eigenen Drittel spielen konnte, Matthias Plachta sagte &#8222;Danke&#8220; und versenkte die Scheibe im Tor der Eisb\u00e4ren &#8211; 3:2 (31.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Kurz darauf wieder ein Powerplay f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, da unterlief ihnen jedoch der n\u00e4chste haarstr\u00e4ubende Fehlpass und Matthias Plachta mit der gro\u00dfen Chance zum Ausgleich. Aber Petri Vehanen war hoch konzentriert und half seiner Mannschaft im Mitteldrittel mehrfach. Denn der Druck der Mannschaft von Sean Simpson nahm mehr und mehr zu, aber auch immer wieder luden die Eisb\u00e4ren mit unglaublichen Fehlern die Adler zu Chancen ein. H\u00e4tte man dahinten nicht den gl\u00e4nzend aufgelegten Petri Vehanen im Tor gehabt, h\u00e4tte man schon l\u00e4ngst nicht mehr gef\u00fchrt. Mit H\u00e4ngen und W\u00fcrgen rettete man sich in die zweite Drittelpause.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Im letzten Drittel entwickelte sich zu Beginn eine Partie, die hin und her ging, beide suchten immer wieder den Weg in die Offensive und versuchten sich Chancen zu erspielen. Mitte des letzten Drittels dann die n\u00e4chste Strafzeit gegen die Eisb\u00e4ren und die folgende \u00dcberzahl nutzten die Mannheimer dann zum Ausgleich. Garrett Festerling sah Matthias Plachta im Slot stehen, spielte ihn an und der Torj\u00e4ger erzielte sein zweites Tor an diesem Nachmittag &#8211; 3:3 (51.).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Unglaublich, Mannheim hatte hier tats\u00e4chlich ein 0:3 aufgeholt und ausgeglichen. Fortan war es ein Spiel auf des Messers Schneide, beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor, aber \u00fcberwinden konnte man die beiden Torh\u00fcter in der weiteren regul\u00e4ren Spielzeit nicht mehr und somit hie\u00df es Verl\u00e4ngerung in Spiel Sechs.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und in der ersten Verl\u00e4ngerung hatten beide Mannschaften immer wieder Phasen, wo sie sich festsetzen konnten und Chancen erspielten. Die Eisb\u00e4ren sogar mit der gro\u00dfen Chance, in \u00dcberzahl das Spiel zu entscheiden. Aber man spielte es einfach zu kompliziert, wobei man aber auch sagen muss, dass die Mannheimer Box sehr gut stand und es den Eisb\u00e4ren sehr schwer machte. Aber dennoch h\u00e4tte man statt der vielen P\u00e4sse einfach mal den Abschluss suchen m\u00fcssen, denn jeder Schuss zum Tor kann f\u00fcr Gefahr sorgen. Auch nach 80 Minuten stand es in der Arena am Ostbahnhof 3:3-Unentschieden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Eis-Krimi ging in die zweite Verl\u00e4ngerung. Und diesmal waren es die Mannheimer, die ein Powerplay zugesprochen bekamen und in diesem f\u00fcr die Entscheidung h\u00e4tten sorgen k\u00f6nnen. Aber auch hier gilt, dass die Abwehrarbeit der Eisb\u00e4ren sehr stark war und man somit die Unterzahl schadlos \u00fcberstand. Fortan waren die Eisb\u00e4ren schon die Mannschaft, die den Sieg mehr wollte und mehr nach vorne investierte, ohne dabei jedoch Gl\u00fcck im Abschluss zu haben. Und hinten musste man trotzdem immer wieder aufpassen, denn ein Fehler h\u00e4tte hier das Aus in der Serie bedeutet.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> 80 Sekunden vor dem ende der zweiten Verl\u00e4ngerung erneut eine Strafe gegen Mannheim. Also wieder die gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Eisb\u00e4ren, das Spiel hier zu entscheiden. Und die Eisb\u00e4ren versuchten auch in diesem Powerplay Druck aufzubauen, aber bis zum Ende der zweiten Verl\u00e4ngerung sollte ihnen nichts Gutes gelingen. Somit ging also auch die zweite Verl\u00e4ngerung torlos zu Ende.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und wir machten mit der dritten Verl\u00e4ngerung weiter, wo die Eisb\u00e4ren noch 40 Sekunden in \u00dcberzahl agieren konnten. Frank H\u00f6rdler spielte die Scheibe an der blauen Linie r\u00fcber zu Charles Linglet auf die rechte Seite, der fuhr ein paar Schritte und zog dann ab. Marcel Noebels f\u00e4lschte entscheidend ab und sorgte somit nach 100:28 Minuten f\u00fcr die Entscheidung in diesem Eishockey-Krimi. Die Spieler jubelten erleichtert auf dem Eis und auf den R\u00e4ngen brachen alle D\u00e4mme. Die Nerven der Fans waren sichtlich angespannt, am Ende brannte ein Riesen-Jubel \u00fcber das 4:3 auf. Der Rest war Erleichterung pur und bei manchen Fans flossen sogar Freuden-Tr\u00e4nen. Eishockey-Herz, was willst du mehr. Vor allem, wenn das Spiel am Ende diesen Ausgang nimmt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">So langsam aber sicher haben sich die Nerven der Fans und auch der Spieler sicherlich wieder gelegt. Aber was war das bitte f\u00fcr eine Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle? Da f\u00fchrst du nach zehn Minuten schon mit 3:0 und hast Mannheim bereits am Abgrund. Dann hast du zu Beginn des Mitteldrittels dreieinhalb Minuten Powerplay (auch doppeltes) und kannst f\u00fcr die Vorentscheidung sorgen. Aber die Jungs konnten das nicht nutzen und so brachte man Mannheim vor allem durch eigene unn\u00f6tige Fehler wieder zur\u00fcck in die Partie. Es sei an dieser Stelle nur Alex Roach sein erneuter Fehlpass erw\u00e4hnt, der mal wieder zu einem Gegentor gef\u00fchrt hat. Korrigiert mich, falls ich falsch liege, aber Roach hat danach wohl die Quittung von Uwe Krupp bekommen. Denn auf dem Eis habe ich die Nummer Vier danach nicht mehr gesehen. Oder vielleicht habe ich ihn auch nur \u00fcbersehen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Man verspielte also ein 3:0 auf sehr leichtfertige Art und Weise und machte so einen mehr als angeschlagenen Gegner wieder stark. Aber dennoch war die Moral der Mannschaft nach dem bitteren Ausgleich im Schlussdrittel intakt, die Mannschaft zerbrach an dem Ausgleichstreffer nicht und k\u00e4mpfte stattdessen mannschaftlich weiter. Am Ende hat man dank der gro\u00dfen Moral und dank des gro\u00dfen Kampfgeistes das Spiel doch noch gewonnen. Ein Spiel, welches man eigentlich schon nach zehn Minuten gewonnen hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nun kommt es also zum absoluten Showdown am Dienstagabend in Mannheim. Spiel Sieben in der Viertelfinalserie. Wenn man dort so auftritt, wie die ersten zehn Minuten heute, kann man den gro\u00dfen Coup schaffen. Leistet man sich jedoch wieder diese unn\u00f6tigen Fehler wie heute in Drittel Zwei, wird es sehr schwer mit dem Halbfinal-Einzug. Aber eins werden wir auf jeden Fall sehen. Eine Eisb\u00e4ren-Mannschaft, die bis zum Umfallen k\u00e4mpfen wird. Diese Viertelfinalserie bekommt das, was sie verdient &#8211; Spiel 7!<\/span><\/p>\n<p><strong><em><span style=\"color: #000080;\">Playoff-Stand:<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p><em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Eisb\u00e4ren Berlin vs. Adler Mannheim 3:3 (3:4 n.V.\/6:3\/2:3\/6:1\/1:3\/4:3 n.V.)<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgabe #28: Dieses Eishockey-Spiel werden die 14.008 Zuschauer, welche heute Nachmittag in der Mercedes-Benz Arena anwesend waren, wohl nicht so schnell vergessen. 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