{"id":6927,"date":"2016-12-28T23:40:02","date_gmt":"2016-12-28T22:40:02","guid":{"rendered":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=6927"},"modified":"2016-12-28T23:40:02","modified_gmt":"2016-12-28T22:40:02","slug":"23-n-v-gegen-den-tabellenletzten-eisbaeren-werden-von-ihren-fans-verhoehnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2016\/12\/28\/23-n-v-gegen-den-tabellenletzten-eisbaeren-werden-von-ihren-fans-verhoehnt\/","title":{"rendered":"2:3 n.V. gegen den Tabellenletzten: Eisb\u00e4ren werden von ihren Fans verh\u00f6hnt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6467\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617.jpg 600w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1617-300x60.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Ausgabe #14:<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"114\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-11\" src=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Krefeld_Pinguine_Logo.png\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"124\" \/><span style=\"color: #000000;\">Der Super-GAU ist eingetreten. Die Eisb\u00e4ren Berlin haben zwei Tage nach dem 1:7-Debakel beim ERC Ingolstadt ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten tats\u00e4chlich verloren. Am Ende stand es vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen die Krefeld Pinguine 2:3 n.V. (0:1,0:0,2:1\/0:1). Einfach nur peinlich, was die Eisb\u00e4ren derzeit und eigentlich in der gesamten Saison abliefern. Nur heute hatte es ab Mitte des zweiten Drittels die Fans nicht mehr wirklich interessiert. Denn warum soll man sich dass da, was unsere Jungs auf dem Eis zeigen (Eishockey war es jedenfalls nicht) noch antun, wenn man so kurz vor Silvester auf den R\u00e4ngen seine eigene Party feiern kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Alle hatten von den Eisb\u00e4ren eine Reaktion nach dem Debakel erwartet. Aber was kam? Nichts, rein gar nichts. Ein v\u00f6llig verunsicherte Mannschaft, die kein System, keinen Willen, keinen Einsatz erkennen lie\u00df. Und diese Jungs da auf dem Eis sollen tats\u00e4chlich den Ernst der Lage verstanden haben? Kann ich mir nicht vorstellen. Denn was uns zahlendem Fan da angeboten wurde, war eine bodenlose Frechheit. Puck tief spielen und zum wechseln fahren. Mit dem Puck ins Angriffsdrittel fahren, um dann wieder umst\u00e4ndlich zu spielen. Warum schie\u00dfen, wenn ich den schlechter postierten Nebenmann ja anspielen kann. Was machen die eigentlich im Training? Eishockey trainieren kann ich mir nicht vorstellen. Eher sich \u00fcberlegen, wie man noch schlechter spielen kann.<\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Und Krefeld war ja nun auch nicht der \u00dcber-Gegner, der hier einhundert Prozent gab. Die Mannen von Neu-Coach Rick Adduono spielten einfach ein aggressives Forechecking in dem Wissen, dass die Eisb\u00e4ren damit immer Probleme in dieser Saison hatten. Und warum sollte man das gegen harmlose und v\u00f6llig verunsicherte &#8222;Eisb\u00e4rchen&#8220; nicht genau so spielen? Sie spielten es mit Erfolg. Bei angezeigter Strafe gegen die Eisb\u00e4ren gelang dem KEV das 1:0. Und Daniel Pietta, der das Tor erzielte, hatte mal so richtig viel Platz und konnte sich die Ecke noch in aller Ruhe aussuchen. Damit sorgte Pietta auch f\u00fcr den Pausenstand nach 20 Minuten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wurden die zweiten 20 Minuten besser? Nein! Eher noch schlechter. Nach vorne ging weiter rein gar nichts. Ich wei\u00df nicht, was sie von Chefcoach Uwe Krupp mit auf den Weg bekamen oder aber ob sie \u00fcberhaupt etwas mit auf den Weg bekamen. Zu sehen war davon jedenfalls nichts. Krefeld konnte im Berliner Drittel schalten und walten, konnte immer wieder die Scheibe problemlos erk\u00e4mpfen, weil die &#8222;Eisb\u00e4rchen&#8220; dem Namen aller Ehre machten und in den Zweik\u00e4mpfen nur &#8222;kuscheln&#8220; wollten. Traurig, das mit anzuschauen. Aber endlich machten die Fans ihrem Unmut mal Luft. Der Mannschaft hallten folgende Ges\u00e4nge entgegen:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Wir wollen Euch k\u00e4mpfen sehen<\/span><\/strong><\/em>&#8220; oder aber &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Spielt mal wieder Eishockey<\/strong><\/em><\/span>&#8220; oder aber &#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Aufwachen<\/span><\/strong><\/em>&#8222;, womit sie letztendlich auch in die Kabine verabschiedet wurden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Nahmen sich die Spieler das zu Herzen, zeigten sie nun endlich ihr K\u00e4mpferherz und gaben noch einmal alles? Und was w\u00fcrden wir Fans im letzten Drittel machen, die Mannschaft wieder unterst\u00fctzen? Nein, wir taten es nicht. Auch wir haben irgendwann einmal genug und feierten einfach unsere eigene Party. Auf Kosten der Mannschaft, die fortan nur noch verh\u00f6hnt wurde. So wurde zum Beispiel die &#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">La Ola-Welle<\/span><\/strong><\/em>&#8220; angestimmt, oder aber &#8222;<span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Play-Offs wir kommen<\/strong><\/em><\/span>&#8222;. Die typischen Play-Off-Ges\u00e4nge wurden gesungen, mit dem Wissen, dass wir diese in dieser Saison wohl nicht mehr singen k\u00f6nnen. Also hauten wir unsere ganzen Play-Off-Ges\u00e4nge raus und kr\u00f6nten diese am Ende noch mit dem Gesang &#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Oh wie ist das sch\u00f6n<\/span><\/strong><\/em>&#8222;. Auch h\u00fcpfte inzwischen die ganze Arena. Die Spieler werden das sicherlich mitbekommen haben, aber wie sie es aufgenommen haben, wird ihr Geheimnis bleiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Jamie MacQueen jubelte jedenfalls provozierend in der 48. Spielminute vor der Kurve, nach dem ihm der Treffer zum 1:1 gelungen war. Was er in diesem Moment wohl gedacht hatte, als er vor die Kurve fuhr? Es wird sein Geheimnis bleiben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Konnte die Mannschaft nun die Schalter umlegen und den Tabellenletzten endlich an die Wand spielen? Nein! Man tauchte zwar immer wieder vor dem Tor von Krefeld auf, aber dann spielte man wieder zu umst\u00e4ndlich. Zum Haare raufen war das. Und es wurde noch besser, als die G\u00e4ste aus Krefeld vier Minuten vor dem Ende das 2:1 durch Dragan Umicevic markierten. Alle freuten sich schon auf ein Spielende nach 60 Minuten, dass man endlich von dieser Qual erl\u00f6st werden w\u00fcrde. Aber da spielten die Eisb\u00e4ren nicht mit, die wollten ihren Fans das volle Programm bieten. Micki DuPont sorgte 65 Sekunden vor dem Ende der Partie f\u00fcr den erneuten Ausgleich und damit daf\u00fcr, dass die Partie in die Verl\u00e4ngerung ging.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Dort war DuPont an der letztendlich spielentscheidenden Szene beteiligt. Denn er behinderte Marcel M\u00fcller beim Torschuss, der Krefelder bekam einen Penalty zugesprochen, welchen er anschlie\u00dfend verwandelte und Krefeld somit den Zusatzpunkt bescherte &#8211; 3:2 (62.).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Spiel war vorbei, die Eisb\u00e4ren hatten einen Punkt, wussten aber anscheinend selbst nicht, warum. Die Mannschaft verlie\u00df das Eis unter einem gellenden Pfeifkonzert. Den Spielern sollte sp\u00e4testens jetzt der Ernst der Lage bewusst sein, denn nun stehen auch ihre Fans nicht mehr geschlossen hinter ihnen und zeigten stattdessen, was sie von ihrer Leistung hielten. Dass die Mannschaft heute dann auch noch fast 30 Minuten lang verh\u00f6hnt wurde, wird ihnen sicherlich geschmerzt haben, aber sie haben es einfach verdient. Irgendwann ist das Fass einfach voll und das war heute der Fall gewesen. Und die Spieler m\u00fcssen merken, dass die Fans, die sonst immer treu hinter ihnen stehen, irgendwann auch keine Lust mehr haben, sich st\u00e4ndig diese Anti-Eishockey anzuschauen. Denn Eishockey ist das definitiv nicht, was die Jungs da unten auf dem Eis spielen. Die Spieler harmonieren nicht mehr als Einheit, zeigen nichts, was den Eishockey-Sport ausmacht, lassen einfach alle Tugenden vermissen. Und wenn man sich dann noch den Chefcoach Uwe Krupp anschaut, wie er auf der Spielerbank ganz rechts au\u00dfen steht und man ihm die Angst f\u00f6rmlich ansieht, dann wei\u00df ich auch nicht mehr weiter. In dem Team stimmt es gewaltig nicht und der Trainer erreicht die Mannschaft definitiv nicht mehr. Es ist Zeit f\u00fcr Konsequenzen, nur trauen sich dass die Verantwortlichen auch? Eigentlich m\u00fcssten einige Spieler aussortiert werden, aber w\u00e4hrend der Saison geht das leider nicht und so kann es eigentlich nur auf einen Trainerwechsel hinaus laufen. Die Fans haben heute jedenfalls vereinzelt deutlich gemacht, welcher Spieler noch bleiben darf: &#8222;<em><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Au\u00dfer Petri, k\u00f6nnt ihr alle gehen!&#8220;<\/span><\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr Stefan Ustorf tat es mir heute am meisten leid. Er hatte heute vor dem Spiel seinen Ehrentag, wurde f\u00fcr seine Verdienste im Eisb\u00e4ren-Trikot geehrt und musste sich anschlie\u00dfend das Armutszeugnis auf dem Eis anschauen. Und wir Fans wurden w\u00e4hrend diese Zeremonie schmerzhaft an die guten alten Zeiten erinnert. Als es noch Spieler wie Ustorf, Walker, Pederson, Beaufait und Co. gab. Spieler, die sich den Hintern f\u00fcr den Verein aufgerissen haben, die alles f\u00fcr ihr Team gaben, die wussten, was es bedeutet, das Eisb\u00e4ren-Trikot zu tragen. Und sie taten es mit Stolz und zeigten Einsatz. F\u00fcr die Eisb\u00e4ren, f\u00fcr die Fans, f\u00fcr Berlin. Die jetzige Eisb\u00e4ren-Generation (mit Ausnahme von Petri Vehanen) l\u00e4sst genau diese Tugenden vermissen und ist es nicht w\u00fcrdig, noch l\u00e4nger das Eisb\u00e4ren-Trikot zu tragen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgabe #14: Der Super-GAU ist eingetreten. Die Eisb\u00e4ren Berlin haben zwei Tage nach dem 1:7-Debakel beim ERC Ingolstadt ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten tats\u00e4chlich verloren. Am Ende stand es vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen die Krefeld Pinguine 2:3 n.V. (0:1,0:0,2:1\/0:1). 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