{"id":6300,"date":"2016-04-03T00:45:47","date_gmt":"2016-04-02T22:45:47","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=6300"},"modified":"2016-04-03T00:45:47","modified_gmt":"2016-04-02T22:45:47","slug":"saison-20152016-die-eisbaeren-mit-einem-schritt-in-die-richtige-richtung-aber-an-der-konstanz-muessen-sie-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2016\/04\/03\/saison-20152016-die-eisbaeren-mit-einem-schritt-in-die-richtige-richtung-aber-an-der-konstanz-muessen-sie-arbeiten\/","title":{"rendered":"Saison 2015\/2016: Die Eisb\u00e4ren mit einem Schritt in die richtige Richtung, aber an der Konstanz m\u00fcssen sie arbeiten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5205\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516.jpg\" alt=\"logo_WsM1516\" width=\"600\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516.jpg 600w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516-300x60.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><span style=\"color: #000000;\">Am heutigen Sonntag verabschieden sich die Eisb\u00e4ren Berlin von ihren Fans, aber auch von einigen Spielern, die den Verein nach dieser Saison verlassen werden. F\u00fcr uns Grund genug, noch einmal einen R\u00fcckblick auf die abgelaufene Saison zu werfen. Gut eine Woche ist jetzt seit dem Viertelfinal-Aus gegen die K\u00f6lner Haie vergangen und der erste Schock ist verdaut. Nach dem man die Saison erst einmal ein paar Tage sacken lassen hat, kann man sie nun analysieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach zwei Jahren der Entt\u00e4uschung, als man jeweils in den Pre-Playoffs bereits ausgeschieden war, wollten man es beim Hauptstadtclub in dieser Saison besser machen. Nach Platz Acht (2013\/2014) und Platz Neun (2014\/2015) wollte man endlich zur\u00fcck in die Top-6 kehren, was die direkte Viertelfinal-Qualifizierung bedeuten w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Um dieses Vorhaben umzusetzen, musste man nat\u00fcrlich im Kader einige \u00c4nderungen vornehmen. Insgesamt acht Spieler verlie\u00dfen den Verein nach der Saison 2014\/2015. Back-up Mathias Niederberger wurde an Ligarivale D\u00fcsseldorf ausgeliehen, was vielen Fans ein Dorn im Auge war. Mit Dominik Gr\u00e4ubig wurde der dritte Goalie an Klostersee (Oberliga) abgegeben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> In der Verteidigung trennte man sich von Casey Borer (N\u00fcrnberg), Jimmy Sharrow (Wolfsburg) und Alex Trivellato (Schwenningen). W\u00e4hrend die Fans \u00fcber Borers Abgang nicht traurig waren, verstanden viele den Transfer von Trivellato \u00fcberhaupt nicht. Wie man so ein Talent ziehen lassen konnte, war f\u00fcr viele Fans unverst\u00e4ndlich. So auch f\u00fcr mich.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Jimmy Sharrow hatte seine guten Zeiten l\u00e4ngst hinter sich und so war der Wechsel von Sharrow abzusehen, wenn gleich er f\u00fcr viele Fans schwer zu verkraften war.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Im Sturm trennte man sich von Vincent Schlenker (Wolfsburg), Antti Miettinen (H\u00e4meenlinna) und Matt Foy (Crimmitschau). Alles Abg\u00e4nge, die zu verkraften und nachvollziehbar waren.<\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Den Abg\u00e4ngen mussten nat\u00fcrlich Neuzug\u00e4nge folgen, um eine schlagkr\u00e4ftige Truppe in die Saison schicken zu k\u00f6nnen. Und da holte man vor Saisonbeginn sieben neue Spieler, w\u00e4hrend der Saison folgten noch zwei weitere. F\u00fcr die Back-up-Position holte man mit Kevin Nastiuk (Dresden) einen alten Bekannten zur\u00fcck. Als dritter Goalie kam Marvin C\u00fcpper (Shawinigan), welcher aber die meiste Zeit in Dresden verbrachte.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> In der Defensive holte man ebenfalls einen alten Bekannten zur\u00fcck. Micki DuPont (Kloten) streifte das Berliner Trikot wieder \u00fcber. Zudem kam Bruno Gervais (Lake Erie) in die Hauptstadt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> F\u00fcr den Sturm sicherte man sich die Dienste von Spencer Machacek (Augsburg) und Vladislav Filin (Red Bull Salzburg). Letzter wurde aber die meiste Zeit in Dresden eingesetzt. Zudem vergab man eine Ausl\u00e4nder-Lizenz an Shuhei Kuji. F\u00fcr viele war dieser Transfer nicht nachvollziehbar und im Nachhinein stellte sich dieser Transfer auch als absoluter Flop heraus. Aber mehr dazu am Ende des Beitrages.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> W\u00e4hrend der Saison holte man dann noch Verteidiger Milan Jurcina und St\u00fcrmer Mark Olver.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren starteten sehr stark in die neue Saison, gewannen sechs der ersten sieben Saisonspiele und unterstrichen damit ihre Ambitionen in dieser Saison. Die Berliner pr\u00e4sentierten sich vor allem in der Defensive stark verbessert und kassierten nur in einem der ersten sieben Spiele mehr als drei Gegentore (beim 7:5-Heimsieg gegen Straubing).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Es folgte der erste D\u00e4mpfer der neuen Saison, als man die drei folgenden Ausw\u00e4rtsspiele allesamt verlor und dabei nur ein Tor schoss, aber satte elf Gegentore kassierte. Die Mannschaft konnte sich zwar Chancen erspielen, lie\u00df aber zu viele davon ungenutzt. Und hinten wurden Fehler eiskalt bestraft.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Bis zur ersten L\u00e4nderspielpause holte man noch vier Siege aus sechs Spielen. Dabei konnte man aber keine neue Siegesserie starten, immer nach dem zweiten Sieg setzte es eine Niederlage. Mit einem Negativ-Erlebnis ging es in die erste L\u00e4nderspielpause. Mit 0:4 verlor man gegen Krefeld auf eigenem Eis.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Aber auch nach der L\u00e4nderspielpause fanden die Berliner nicht zur\u00fcck in den Rhythmus, gewannen zwar das erste Spiel gegen D\u00fcsseldorf denkbar knapp (2:1), verloren aber die darauf folgenden drei Ligaspiele. Die Eisb\u00e4ren lie\u00dfen es in den ersten Wochen an der n\u00f6tigen Konstanz vermissen, guten Spielen folgten meist Spiele, in denen man nicht \u00fcberzeugen konnte und wo teilweise haarstr\u00e4ubende Fehler unterliefen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Den tristen November konnte man mit zwei Ausw\u00e4rtssiegen (2:1 in Ingolstadt\/8:7 n.V. in Schwenningen) abschlie\u00dfen. Den beiden Siegen folgten Anfang Dezember drei weitere, so dass man zum zweiten Mal in dieser Saison f\u00fcnf Siege am St\u00fcck feiern konnte. Und die drei Siege zu Beginn im Dezember waren auch spielerisch sehr stark gewesen, hatte man doch mit Mannheim (6:2) den damaligen Tabellenf\u00fchrer und mit Iserlohn (3:0) den damaligen Zweiten deutlich besiegt. Es folgte ein 5:2 gegen einen Mit-Favoriten in dieser Saison, die K\u00f6lner Haie.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Die Siegesserie wurde von M\u00fcnchen (1:2) gestoppt. Danach folgten wieder vier Siege in Folge, ehe erneut M\u00fcnchen (0:3) der Berliner Erfolgsserie ein Ende setze. Das Jahr 2015 schloss man mit zwei Niederlagen in Folge ab, dem 0:3 in M\u00fcnchen folgte noch ein 1:2 gegen Iserlohn auf eigenem Eis.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Im neuen Jahr fehlte es der Mannschaft von Uwe Krupp weiterhin an der n\u00f6tigen Konstanz, mehr als zwei Siege in Folge sprangen nicht mehr heraus. Siege und Niederlagen wechselten sich nahezu ab. Was man den Eisb\u00e4ren aber zu Gute halten musste, sie fanden nach teilweise derben Niederlagen und schlechten Leistungen immer eine Antwort und zeigten eine Reaktion. Erinnert sei da nur einmal an das D\u00fcsseldorf-Wochenende, als man am Freitagabend zu Hause sang- und klanglos mit 2:7 verlor, um dann zwei Tage sp\u00e4ter dank einer unglaublichen Energieleistung noch mit 4:3 n.V. bei der DEG zu gewinnen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Dass es bei den Eisb\u00e4ren an der n\u00f6tigen Konstanz fehlte, zeigt auch die Tatsache, dass man nur zweimal drei Spiele in Folge verlor, aber auch nur zweimal f\u00fcnf Siege am St\u00fcck feierte. Die Mannschaft schaffte es nur selten, an gute Leistungen aus den vorherigen Spielen anzukn\u00fcpfen. Daf\u00fcr waren sie im Reaktionen zeigen nach Niederlagen aber daf\u00fcr umso besser.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber auch wenn man die n\u00f6tige Konstanz w\u00e4hrend der Hauptrunde vermissen lie\u00df, reichte es am Ende zu Platz Zwei nach der Hauptrunde. Man hatte also zwei Saisonziele erreicht. Zum einen hatte man sich direkt f\u00fcr das Viertelfinal qualifiziert und zum anderen sicherte man sich da auch gleich noch das Heimrecht.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Im Viertelfinale traf man dann auf die K\u00f6lner Haie, welche als Mit-Favorit in die Saison gestartet waren, sich aber erst \u00fcber den Umweg Pre-Playoffs f\u00fcr das Viertelfinale qualifiziert haben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Aber hier setzte sich praktisch das fort, was sich in der Saison mehrfach zeigte. Die Eisb\u00e4ren waren einfach nicht konstant genug in ihren Leistungen, man konnte gute Leistungen nicht mit ins n\u00e4chste Spiel nehmen. Den Auftakt verlor man zu Hause mit 0:3. In Spiel Zwei war es lange eine offene Partie, ehe Laurin Braun sie mit seinem Tor in der Verl\u00e4ngerung beendete (1:0). In Spiel Drei nahm man die Haie dann in Berlin mit 5:1 auseinander und nun dachten alle, die Eisb\u00e4ren w\u00e4ren endlich angekommen in den Playoffs. Denkste, denn in Spiel Vier setzte es eine deftige 0:4-Klatsche in K\u00f6ln. Es folgte ein 4:1 in der Hauptstadt und so hatte man nun in Spiel Sechs in der Domstadt Matchpuck f\u00fcr das Halbfinale. Nach der K\u00f6lner F\u00fchrung im ersten Drittel gelang Petr Pohl der Ausgleich im zweiten Drittel. Danach spielten die Eisb\u00e4ren K\u00f6ln an die Wand, dr\u00e4ngten auf das 2:1 und hatten Riesenchancen. Nur leider konnte man keine der hochkar\u00e4tigen Chancen nutzen. Und K\u00f6ln ging mit dem ersten Angriff in Drittel Zwei in F\u00fchrung. Der Anfang vom Ende. K\u00f6ln gewann Spiel Sechs mit 5:1 und in Spiel Sieben waren die Eisb\u00e4ren von Beginn an nicht bereit, dieses Spiel zu gewinnen. K\u00f6ln f\u00fchrte bereits mit 3:0, als die Berliner auf einmal doch merkten, um was es hier eigentlich ging. Zu sp\u00e4t, denn mehr als auf 2:3 kamen unsere Jungs nicht mehr heran und so endete die Saison erneut fr\u00fch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Entt\u00e4uschung \u00fcber das Aus im Viertelfinale war gro\u00df und ist es mit Sicherheit bei einigen Fans immer noch. Doch mit etwas Abstand betrachtet war in dieser Saison ja nicht alles schlecht. Ja, die Mannschaft hat die n\u00f6tige Konstanz vermissen lassen. Daran muss man in der neuen Saison definitiv arbeiten. Aber positiv zu erw\u00e4hnen ist, dass es die Mannschaft eigentlich immer geschafft hat, eine Reaktion auf Niederlagen zu zeigen. Und Platz Zwei nach der Hauptrunde ist sicherlich auch mehr, als viele Fans und Experten vor der Saison gedacht haben. Man hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, die Mannschaft hat gezeigt, dass mit ihr wieder zu rechnen ist. Aber die Leistungen waren eben zu unbest\u00e4ndig, um den ganz gro\u00dfen Wurf zu schaffen. Mehr als das Viertelfinale war daher auch nicht drin und w\u00e4re auch nicht verdient gewesen. Weil es eben Mannschaften gibt, die in dieser Saison deutlich besser und best\u00e4ndiger als die Eisb\u00e4ren waren. Aber auf diese Saison l\u00e4sst sich aufbauen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wie in jeder Saison gibt es Spieler, die eine sehr starke bzw. gute Saison gespielt haben. Aber es gibt eben auch Spieler, die hinter den Erwartungen zur\u00fcck geblieben sind. Wenn man von den Spielern spricht, die mit zu den besten bei den Eisb\u00e4ren geh\u00f6ren, kommt man auf jeden Fall nicht an Petri Vehanen vorbei. Der finnische Stammgoalie hat mehrfach seine Klasse unter Beweis gestellt, hat der Mannschaft so manches Spiel und manchen Punkt gewonnen. Sicher war auch er nicht frei von Fehlern, was aber meistens daran lag, dass ihn die Vorderleute zu oft im Stich gelassen haben und er sich ein, zwei oder sogar drei gegnerischen Spielen gegen\u00fcber sah und da dann den K\u00fcrzeren zog.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die beiden Neuzug\u00e4nge in der Defensive &#8211; Micki DuPont und Bruno Gervais &#8211; schlugen voll ein und wurden gleich zu Leistungstr\u00e4gern. DuPont schloss die Hauptrunde mit starken 32 Scorerpunkten (10 Tore\/22 Vorlagen) ab und zeigte sich auch in den Playoffs (1 Tor\/4 Vorlagen). Gervais konnte aufgrund einer Verletzung nur 31 Spiele absolvieren, sammelte dabei aber starke 19 Punkte (8 Tore\/11 Vorlagen).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Constantin Braun sammelte gute 19 Punkte und zeigte auch gute Leistungen, aber man hat von ihm sicherlich mehr erwatet. Eben so von Jens Baxmann, Henry Haase und Frank H\u00f6rdler, welche nicht ihr volles Leistungspotential abgerufen haben. Youngster Jonas M\u00fcller zeigte gute Leistungen und bewies, dass er ein Mann f\u00fcr die Zukunft sein kann. Ja, ihm unterliefen auch teilweise entscheidende Fehler, aber er ist noch jung und lernt noch. Er wird die n\u00e4chsten Jahre auf jeden Fall noch sehr wichtig f\u00fcr die Eisb\u00e4ren werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Offensive hat Darin Olver seine Scorer-Qualit\u00e4ten wieder gefunden und sammelte 40 Scorerpunkte (14 Tore\/26 Vorlagen). In den Playoffs blieb er dann aber mit einem Tor und einer Vorlage blass. Auch Barry Tallackson (16 Tore\/22 Vorlagen), Marcel Noebels (11\/22), Petr Pohl (11\/21) und Andr\u00e9 Rankel (17\/13) sammelten kr\u00e4ftig Punkte und waren mit die besten St\u00fcrmer der Eisb\u00e4ren.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Florian Busch spielte mit 26 Punkten (10\/16) eine solide Saison. Und Neuzugang Spencer Machacek deutete seine F\u00e4higkeiten (8\/21) an. Auch der w\u00e4hrend der Saison verpflichtete Mark Olver (7\/9) machte auf sich aufmerksam.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Aber leider blieben auch in der Offensive Spieler hinter den eigenen Erwartungen. T.J. Mulock (5\/15) und Julian Talbot (7\/15) zum Beispiel, aber auch Laurin Braun (2\/7), der irgendwie immer noch auf seinen Durchbruch wartet. Mark Bell war lange Zeit verletzt und fand danach auch nicht mehr zur\u00fcck zu seiner alten Form.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Insgesamt gesehen waren die Eisb\u00e4ren zu abh\u00e4ngig von einzelnen Spielern, daher waren sie f\u00fcr die Gegner leicht ausrechenbar. Was sich auch in der Defensive zeigte nach dem Ausfall von Bruno Gervais, da ging es dann doch des \u00f6fteren drunter und dr\u00fcber. Auch hatten die Eisb\u00e4ren Probleme mit Gegnern, die sie aggressiv im Spielaufbau st\u00f6rten und hinten sehr kompakt standen. Da fanden die Eisb\u00e4ren des \u00f6fteren keinen Weg vorbei.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Bei den Special Teams kann man vor allem mit dem Powerplay nicht zufrieden sein, zu oft lie\u00df man diese Situationen ungenutzt, weil man es mal wieder zu sch\u00f6n spielen wollte. Dadurch wurde es zu kompliziert und man passte sich die Scheiben lieber hin und her, statt einfach mal den Abschluss zu suchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Von den Neuzug\u00e4ngen kann man sagen, dass DuPont und Gervais echte Volltreffer waren, Machacek und Mark Olver zeigten gute Ans\u00e4tze und ihre F\u00e4higkeiten. Kevin Nastiuk bekam zu selten die Chance, sich zu beweisen, daher f\u00e4llt eine abschlie\u00dfende Bewertung da eher schwer. Der ebenfalls w\u00e4hrend der Saison nach verpflichtete Milan Jurcina zeigte ebenfalls gute Ans\u00e4tze, manchmal machte er aber doch eine ungl\u00fcckliche Figur angesichts seiner Gr\u00f6\u00dfe auf dem Eis. Und dann w\u00e4re da noch der Japaner Shuhei Kuji. Ihm eine Ausl\u00e4nderlizenz zu geben, war schon der Super-Gau der Saison. Der kleine Japaner konnte sich \u00fcberhaupt nicht durchsetzen in der DEL. Er war zwar schnell und rannte so manchem Gegenspieler davon, aber in den Zweik\u00e4mpfen hatte er stets das Nachsehen und zog immer den K\u00fcrzeren. Mit dem Transfer hat man sich keinen Gefallen getan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Wenn die Eisb\u00e4ren sich heute von den Fans in die Sommerpause verabschieden, werden wir auch von einigen Spielern Abschied nehmen m\u00fcssen. Wie die Eisb\u00e4ren gestern bekannt gaben, werden sechs Spieler den Verein verlassen m\u00fcssen. Kevin Nastiuk, Henry Haase, T.J. Mulock, Mark Bell, Shuhei Kuji und Petr Pohl haben keinen neuen Vertrag erhalten. Bei Barry Tallackson, Milan Jurcina und Mark Olver steht eine Entscheidung noch aus. Youngster Vladislav Filin, welcher die Saison \u00fcber in Dresden spielte, verl\u00e4sst ebenfalls die Eisb\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren werden also mit einem etwas neuen Gesicht in die neue Saison gehen. Was sicherlich auch n\u00f6tig ist, denn viele Spieler haben einfach nicht mehr die Leistung gebracht, die man von ihnen gew\u00f6hnt war. Wobei ich pers\u00f6nlich Petr Pohl lieber weiterhin hier gesehen h\u00e4tte. Aber sein neuer Verein (Ingolstadt?) wird da wohl mehr Gehalt zahlen k\u00f6nnen als die Eisb\u00e4ren. Man kann gespannt sein, wen die Eisb\u00e4ren an Neuzug\u00e4ngen pr\u00e4sentieren werden. Ger\u00fcchte gibt es bisher kaum welche. Lediglich der Wechsel von Nick Petersen (Iserlohn) soll bereits fest stehen. Weitere Transfers sind nicht in Sicht. Uns steht da also eine spannende Sommerpause bevor. Man kann nur hoffen, dass uns Transfers aller Shuhei Kuji in Zukunft erspart bleiben, denn damit hat man sich bei den Eisb\u00e4ren selbst ein Eigentor geschossen. Und vielleicht h\u00f6rt man da auch mal auf Chefcoach Uwe Krupp und seine Spieler-W\u00fcnsche, welche ja in der letzten Saison nicht wirklich erh\u00f6rt wurden. Da musste der ehemalige Bundestrainer mit den Spielern arbeiten, die ihm zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. Einen Kuji wollte Krupp sicherlich nicht dabei haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Ziel in der neuen Saison wird das gleiche sein wie in dieser Saison: Die direkte Viertelfinal-Qualifikation. Um aus den Eisb\u00e4ren Berlin wieder einen Meister-Kandidaten zu machen, braucht es aber einiges an \u00c4nderungen. Da m\u00fcssen u.a. richtig gute Spieler verpflichtet werden, die dem Team auf Anhieb weiterhelfen k\u00f6nnen. Spielerisch sollte man versuchen, zur\u00fcck zum einfachen Eishockey zu finden. Weniger sch\u00f6n spielen, stattdessen einfach mehr Abschl\u00fcsse suchen. Die Chancenverwertung muss besser werden, ebenso das Powerplay. Man muss versuchen, \u00fcber 60 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen &#8211; und zwar in jedem Spiel. Man muss wieder mehr Konstanz in die eigenen Leistungen bekommen. Und man muss f\u00fcr einen starken Back-up sorgen. Petri Vehanen absolviert aus meiner Sicht zu viele Spiele und wirkte daher gegen Ende der Saison \u00fcberspielt. Man sollte einfach an die guten Ans\u00e4tze dieser Saison ankn\u00fcpfen und die Fehler versuchen, zu minimieren bzw. abzustellen. Dann kann man mit den Eisb\u00e4ren in Zukunft wieder rechnen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am heutigen Sonntag verabschieden sich die Eisb\u00e4ren Berlin von ihren Fans, aber auch von einigen Spielern, die den Verein nach dieser Saison verlassen werden. F\u00fcr uns Grund genug, noch einmal einen R\u00fcckblick auf die abgelaufene Saison zu werfen. 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