{"id":5582,"date":"2015-10-13T21:10:47","date_gmt":"2015-10-13T19:10:47","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=5582"},"modified":"2015-10-13T21:10:47","modified_gmt":"2015-10-13T19:10:47","slug":"eisbaeren-in-der-krise-ernuechterung-nach-der-auswaertstour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2015\/10\/13\/eisbaeren-in-der-krise-ernuechterung-nach-der-auswaertstour\/","title":{"rendered":"Eisb\u00e4ren in der Krise &#8211; Ern\u00fcchterung nach der Ausw\u00e4rtstour"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5205\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516.jpg\" alt=\"logo_WsM1516\" width=\"600\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516.jpg 600w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WsM1516-300x60.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg\" width=\"100\" height=\"114\" \/><span style=\"color: #000000;\">Vor elf Tagen konnte man in der Hauptstadt noch bester Laune sein, denn die Eisb\u00e4ren Berlin hatten sich durch einen hart erk\u00e4mpften 2:1-Sieg gegen den ERC Ingolstadt die Tabellenf\u00fchrung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gesichert. Mit reichlich Selbstvertrauen konnte man sich also auf die anstehende Ausw\u00e4rtstour von vier Spielen in Folge (inklusive CHL) begeben. Dass diese eher ern\u00fcchternd enden w\u00fcrde, hatte zu jenem Zeitpunkt wohl keiner gedacht. Zu stark waren die Eisb\u00e4ren in die Saison gekommen. Sechs der ersten sieben Saisonspiele wurden gewonnen, die letzten f\u00fcnf davon sogar in Folge. Und inklusive des CHL-Hinspieles gegen Stavanger feierte man sogar sechs Siege in Folge. Die Eisb\u00e4ren waren zur\u00fcck auf dem DEL-Thron, lie\u00dfen von einer besseren Saison hoffen als es in den letzten beiden Jahren der Fall war, als stets in den Pre-Play-Offs Endstation war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auch die Leistung der Mannschaft machte uns Fans stolz. Die Jungs begeisterten durch eine klasse k\u00e4mpferische Leistung. Alle Spieler hatten ihren Anteil an der Erfolgsserie. In der Defensive warfen sich die Spieler in die Sch\u00fcsse, unterst\u00fctzten Goalie Petri Vehanen wo sie nur konnten und lie\u00dfen nur selten was zu. Vorne erspielte man sich viele Chancen, welche man auch zu nutzen wusste. Auf einmal wurden auch wieder die engen Spiele gewonnen. Diese hatte man in den beiden Jahren zuvor stets noch verloren. Die Eisb\u00e4ren hatten anscheinend zur\u00fcck zur alten St\u00e4rke gefunden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Doch elf Tage sp\u00e4ter ist der gute Saisonstart schon wieder ein wenig in Vergessenheit geraten. Denn in diesen elf Tagen absolvierten die Eisb\u00e4ren vier Ausw\u00e4rtsspiele, von denen sie nicht ein einziges gewinnen konnten. Lediglich in der Champions Hockey League (CHL) reichte es zu einem 3:3. Nimmt man aber die drei DEL-Spiele in der Fremde steht man mit null Punkten und einem Torverh\u00e4ltnis von 1:11 dar. Die Eisb\u00e4ren haben in den letzten 211 Minuten gerade mal ein einziges T\u00f6rchen geschossen. Dass dieses dann ausgerechnet von einem Verteidiger (Jens Baxmann) erzielt wurde, passt irgendwie ins Bild.<\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Eisb\u00e4ren haben ihre Souver\u00e4nit\u00e4t verloren. Das Spiel in Hamburg glich fast einem Offenbarungseid. In der Defensive, in der man zuletzt noch mannschaftlich geschlossen um die Siege gek\u00e4mpft hatte, erwies man sich als \u00e4u\u00dferst harmlos. Man nahm fast keinen Zweikampf an, lie\u00df die Freezers im eigenen Drittel machen, was sie wollten. Man konnte fast schon von einem k\u00f6rperlosen Spiel der Eisb\u00e4ren sprechen. Und auch die Offensive, in der man sich in den Wochen zuvor viele Chancen heraus gespielt und diese auch genutzt hatte, gl\u00e4nzte durch Ideenlosigkeit. Hamburg stand hinten sehr sicher und lie\u00df nicht viel zu. Wobei man eher sagen muss, die Eisb\u00e4ren fanden an jenem Sonntagnachmittag kein Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Hanseaten. Hamburg gewann die Partie mit 3:0, ohne dabei jedoch wirklich \u00fcberzeugt zu haben. Aber sie wurden ja auch nicht gefordert vom &#8211; zu diesem Zeitpunkt &#8211; Spitzenreiter der Deutschen Eishockey Liga (DEL).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Immerhin konnte man dann wieder etwas f\u00fcr das Selbstvertrauen tun, als man nur zwei Tage sp\u00e4ter in der CHL ein 3:3 bei Stavanger erreichte und sich somit f\u00fcr das Achtelfinale qualifiziert hatte. Aber der Liga-Alltag sollte f\u00fcr die Eisb\u00e4ren gerade nach den letzten beiden entt\u00e4uschenden Jahren oberste Priorit\u00e4t haben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die n\u00e4chste Chance auf den ersten Sieg w\u00e4hrend der Ausw\u00e4rtstour bot sich den Eisb\u00e4ren dann drei Tage nach dem CHL-R\u00fcckspiel. Man war zu Gast bei der D\u00fcsseldorfer EG. Doch auch da konnte man nicht zur\u00fcck in die Erfolgsspur kehren. Ja, man erarbeitete sich nun mal wieder Torchancen, nur am Ende war stets bei Mathias Niederberger Endstation. Irgendwie war den Eisb\u00e4ren das Gl\u00fcck im Abschluss abhanden gekommen. Mit 0:2 ging auch diese Partie verloren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zum Abschluss der Ausw\u00e4rtstour waren die Berliner gestern Abend zu Gast bei den K\u00f6lner Haien. Und dort kamen sie b\u00f6se unter die R\u00e4der. 1:6 stand es am Ende, die h\u00f6chste Saisonniederlage war perfekt. Und es war fast wie ein R\u00fcckfall in alte Zeiten. In die der letzten beiden Jahre. Als man nach Gegentoren irgendwann die Gegenwehr eingestellt hatte und sich seinem Schicksal ergab. Man dachte zu Saisonbeginn, diese Zeit w\u00fcrde nun hinter uns liegen. Aber am Sonntag kamen die Erinnerungen an die letzten beiden Jahre zur\u00fcck. Die Eisb\u00e4ren standen im ersten Drittel unter Dauerbeschuss der Domst\u00e4dter. Auch wenn sich die Haie keine wirklich hochkar\u00e4tige Torchance heraus spielen konnten, so w\u00e4re eine F\u00fchrung l\u00e4ngst verdient gewesen. Es kam aber anders, die Eisb\u00e4ren gingen durch Jens Baxmann in Unterzahl in F\u00fchrung. K\u00f6ln glich jedoch noch im ersten Drittel aus.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Im Mitteldrittel h\u00e4tte man der Partie dann endg\u00fcltig eine Wende geben k\u00f6nnen. Auf einmal waren es die Eisb\u00e4ren, die hier sehr durckvoll agierten und sich Chancen erspielten. K\u00f6ln wurde ordentlich unter Druck gesetzt. Aber da war wieder die Sache mit dem Gl\u00fcck im Abschluss, welches die Eisb\u00e4ren nicht hatten. K\u00f6ln dagegen schon, beim 2:1 wurde der Schuss am Ende entscheidend abgef\u00e4lscht. Das 1:3 aus Eisb\u00e4ren-Sicht zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels beendete dann wohl alle Eisb\u00e4ren-Hoffnungen auf ein erfolgreiches Ende in der Domstadt. Im Schlussdrittel h\u00e4tte man ein Aufb\u00e4umen der Eisb\u00e4ren erwartet, einen bedingungslosen Kampf um den Ausgleich, um Punkte, um Tore. Doch von alldem war nichts zu sehen. K\u00f6ln stand hinten sicher und wollte hier nichts mehr anbrennen lassen. Die Eisb\u00e4ren fanden einfach kein Mittel und verloren dann auch noch die Nerven. Unn\u00f6tige Strafzeiten in den letzten zehn Minuten lie\u00dfen aus einem 1:3 ein 1:6 machen. Eine unn\u00f6tig hohe Niederlage, welche man sich am Ende durch seine Undiszipliniertheit selbst zuzuschreiben hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Frage, die sich derzeit wohl alle Eisb\u00e4ren-Fans stellen: Was ist mit den Eisb\u00e4ren nur in dieser kurzen Zeit passiert? In elf Tagen drei Liga-Niederlagen in Folge bei 1:11-Toren. Von Platz Eins auf Platz Sechs abgerutscht. Statt sich oben festzusetzen muss man sich nun wieder nach unten orientieren. Wo ist das souver\u00e4ne Spiel der Eisb\u00e4ren hin? Wo ist der Kampfgeist hin? Warum wirkt man in der Defensive derzeit so harmlos? Warum verliert man irgendwann die Geduld und nimmt unn\u00f6tige Strafzeiten? Nach dem nahezu perfekten Saisonstart hatte man doch genug Selbstvertrauen getankt f\u00fcr die Ausw\u00e4rtstour. Diese endete nun mit einer Ern\u00fcchterung, welche die Sorgenfalten zur\u00fcck auf die Stirn der Eisb\u00e4ren-Fans gebracht hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am kommenden Wochenende kehren die Eisb\u00e4ren in die Arena am Ostbahnhof zur\u00fcck. An jenen Ort, wo man zwei Wochen zuvor noch den Sprung an die Tabellenspitze gefeiert hatte. Zum Feiern ist derzeit aber keinem zu Mute. Viel mehr erwarten die Fans am Wochenende bei den Spielen gegen Augsburg und M\u00fcnchen eine Reaktion der Eisb\u00e4ren. Es liegt nun an der Mannschaft zu zeigen, dass die letzten Ergebnisse nur ein Ausrutscher waren und man in dieser Saison definitiv besseres Eishockey spielt als letzte Saison. An ein erneut negatives Wochenende mag man gar nicht denken. Hoffen wir mal das Beste f\u00fcr die beiden anstehenden Heimspiele und auf ein Ende der ersten Eisb\u00e4ren-Krise der aktuellen Saison.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor elf Tagen konnte man in der Hauptstadt noch bester Laune sein, denn die Eisb\u00e4ren Berlin hatten sich durch einen hart erk\u00e4mpften 2:1-Sieg gegen den ERC Ingolstadt die Tabellenf\u00fchrung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gesichert. 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