{"id":4840,"date":"2014-12-14T19:05:49","date_gmt":"2014-12-14T18:05:49","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=4840"},"modified":"2014-12-14T19:37:17","modified_gmt":"2014-12-14T18:37:17","slug":"gluecklicher-sieg-gegen-hamburg-verhaeltnis-zwischen-mannschaft-und-fanszene-droht-zu-kippen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2014\/12\/14\/gluecklicher-sieg-gegen-hamburg-verhaeltnis-zwischen-mannschaft-und-fanszene-droht-zu-kippen\/","title":{"rendered":"Gl\u00fccklicher Sieg gegen Hamburg &#8211; Verh\u00e4ltnis zwischen Mannschaft und Fanszene droht zu kippen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4491\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1415.jpg\" alt=\"logo_WBN_1415\" width=\"600\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1415.jpg 600w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/logo_WBN_1415-300x60.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Ausgabe #20:<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg\" width=\"100\" height=\"114\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-18\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/200px-Hamburg-freezers_svg.png\" alt=\"200px-Hamburg-freezers_svg\" width=\"200\" height=\"77\" \/><\/p>\n<p>Die Eisb\u00e4ren Berlin haben am Sonntagnachmittag das Bruderduell gegen die Hamburg Freezers mit 4:3 (0:1, 1:2, 2:0\/ 0:0, 1:0) n.P. gewonnen. F\u00fcr die Berliner war es der dritte Sieg in Folge. Man k\u00f6nnte also meinen, alles w\u00e4re prima in der Hauptstadt. Denkste! Denn der Sieg gegen Hamburg war heute mehr als gl\u00fccklich gewesen. 12.560 Zuschauern sahen vor allem in den ersten 40 Minuten eine erschreckend schwache und sehr verunsicherte Berliner Mannschaft. H\u00e4tten die Hamburger im letzten Drittel das Eishockey spielen nicht eingestellt, w\u00e4ren sie hier mit einem Kantersieg nach Hause gefahren. Die Hanseaten werden sich wahrscheinlich jetzt noch \u00e4rgern, dass sie die drei Punkte, die bereits auf dem Silbertablett vor ihnen lagen, nicht mitgenommen haben.<\/p>\n<p>Die Eisb\u00e4ren h\u00e4tten nach zuvor zwei Ausw\u00e4rtssiegen in Folge eigentlich mit jeder Menge Selbstvertrauen in diese Partie gehen m\u00fcssen. Gingen sie aber nicht. Stattdessen wirkte die Mannschaft stark verunsichert, leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau und machte zu viele Fehlp\u00e4sse. In der Offensive zeigte man sich wieder zu kompliziert. Immer dieses st\u00e4ndige hin und her passen geht einem so langsam aber sicher auf die Nerven. Zu selten traut sich da mal ein Spieler den Abschluss zu suchen. Und vor dem Tor stellt sich auch kein Spieler hin, der dem Goalie einfach mal versucht, die Sicht zu nehmen.<br \/>\nAlleine im ersten Drittel hatten die Hausherren vier \u00dcberzahlspiele. Genutzt haben sie diese jedoch nicht. Und es sah auch nicht wie Powerplay aus. Man fand fast gar nicht in die Formation. Zu oft versprang die Scheibe. Hamburg hatte leichtes Spiel, diese Unterzahlspiele zu \u00fcberstehen.<br \/>\nWie man so ein \u00dcberzahlspiel erfolgreich nutzt, haben dann die Hamburger in der siebten Spielminute gezeigt. Ganze 21 Sekunde hatte dieses Powerplay nur gedauert. Die Freezers waren schnell in ihrer Formation, Jerome Flaake mit dem Schuss von der blauen Linie. Petri Vehanen lie\u00df nur prallen und Kevin Clark netzte zur F\u00fchrung ein &#8211; 0:1. Auch so etwas, was die Eisb\u00e4ren nicht hin bekamen. Wenn der Freezers-Goalie mal prallen lie\u00df, war keiner da, der den Nachschuss h\u00e4tte verwerten k\u00f6nnen.<br \/>\nBeim Stand von 0:1 aus Eisb\u00e4ren-Sicht ging es in die erste Drittelpause. Die ersten zaghaften Pfiffe waren bereits im ersten Drittel von der Fankurve zu h\u00f6ren.<!--more--><\/p>\n<p>Die Hamburger zu Beginn des zweiten Drittels in \u00dcberzahl und nach zwei Minuten jubelten sie auch \u00fcber das vermeintliche 2:0. Doch nach Ansicht des Videobeweises gaben die beiden Hauptschiedsrichter Roland Aum\u00fcller und Eric Daniels das Tor nicht.<br \/>\nEtwas \u00fcberraschend kamen die Eisb\u00e4ren dann in der 25. Spielminute zum Ausgleich. Die Hamburger hatten gerade eine Chance vergeben, als sich Darin Olver auf den Weg Richtung Hamburger Tor machte. Er sah Petr Pohl am langen Pfosten, welcher den Puck im Tor von S\u00e9bastien Caron versenkte &#8211; 1:1.<br \/>\nWar dieser Treffer nun die Wende in diesem Spiel? Sollten die Eisb\u00e4ren nun anders auftreten und Hamburg Gegenwehr bieten? Nein! Hamburg zeigte sich keinesfalls geschockt und die Eisb\u00e4ren schien dieser Ausgleichstreffer auch nicht neues Selbstvertrauen zu geben. Drei Minuten nach dem Ausgleich gingen die Freezers wieder in F\u00fchrung. Kevin Clark mit dem Schuss, Vehanen lie\u00df erneut nur prallen und diesmal war es Jerome Flaake, der den Abpraller verwertete &#8211; 1:2 (28.).<br \/>\nEineinhalb Minuten sp\u00e4ter legte Hamburg sogar noch einen Treffer nach. Philippe Dupuis mit dem verdienten 3:1 f\u00fcr Hamburg (30.).<br \/>\nNun fing die Stimmung in der Fankurve an zu kippen. <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>&#8222;Wir wollen die Eisb\u00e4ren sehen&#8220;<\/strong><\/em><\/span>, <strong><em><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Wir wollen euch k\u00e4mpfen sehen&#8220;<\/span><\/em><\/strong>, <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>&#8222;Spielt doch wieder Eishockey&#8220;<\/strong><\/em><\/span> und <span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>&#8222;Hallo Eisb\u00e4ren, schlaft ihr noch&#8230;&#8220;<\/strong><\/em><\/span> wurde angestimmt. Die Fanszene lie\u00df ihrem Frust freien Lauf. Und das hat schon was zu hei\u00dfen, wenn fast die komplette Fankurve die Leistung der eigenen Mannschaft kritisiert. Aber die Geduld der Fanszene ist eben auch so langsam aber sich zu Ende. Man h\u00e4tte bereits viel fr\u00fcher reagieren m\u00fcssen, aber man stand eben dennoch wie eine Wand hinter den Eisb\u00e4ren. Heute bekamen die Eisb\u00e4ren jedoch ordentlich Gegenwind von der Fankurve. Diese besch\u00e4ftigten sich den Rest des zweiten Drittels nur noch mit sich selbst und hatten ihren Spa\u00df. Denn auf dem Eis sah man eh nur eine Truppe, die weiterhin verunsichert auftrat und \u00fcberhaupt nicht als Mannschaft f\u00fcr den Erfolg k\u00e4mpfte. Erneut versuchte man es nur mit Einzelaktionen, obwohl man wei\u00df, dass diese in der Vergangenheit auch nicht viel gebracht hatten.<br \/>\nMit einem 1:3-R\u00fcckstand ging es in die zweite Drittelpause. Die Eisb\u00e4ren wurden mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet. Das gab es schon lange nicht mehr. Die Geduld der Fans war am Ende angekommen.<\/p>\n<p>Im letzten Drittel wurden die Eisb\u00e4ren dann aber wieder von der Fankurve unterst\u00fctzt. Und man hatte auch irgendwie das Gef\u00fchl, als w\u00fcrden sich die Eisb\u00e4ren bem\u00fchen und f\u00fcr etwas Druck sorgen. Aber nach wie vor leistete man sich zu viele Fehler im Spielaufbau und zu viele Ungenauigkeiten vor dem Tor. Aber dennoch gelang den Berlinern der schnelle Anschlusstreffer. Diesmal konnte Caron einen Schuss nicht festhalten und die Eisb\u00e4ren hatten endlich einen Spieler genau an der richtigen Stelle stehen. Florian Busch mit der R\u00fcckhand zum 2:3 (42.).<br \/>\nHamburg machte im Schlussdrittel den Fehler, nicht weiter Druck auf das Eisb\u00e4ren-Tor auszu\u00fcben. Denn dass die Eisb\u00e4ren verunsichert waren, wussten die Freezers. Und das h\u00e4tten sie eiskalt ausnutzen und die Eisb\u00e4ren aus der Arena schie\u00dfen k\u00f6nnen. Doch sie taten es komischerweise nicht. Hamburg zeigte sich nur noch selten vor Petri Vehanen und im eigenen Drittel\u00a0lie\u00df man die Eisb\u00e4ren nun machen. Diese stellten sich aber weiterhin sehr kompliziert an.<br \/>\nDoch irgendwie gelang es den Eisb\u00e4ren doch noch, den Ausgleich zu erzielen. Barry Tallackson mit dem Zuspiel auf Darin Olver, welcher frei vor Caron die Nerven behielt und zum 3:3 in \u00dcberzahl (!) traf (58.).<br \/>\nHamburg dann zwei Minuten vor dem Ende der regul\u00e4ren Spielzeit noch mit einer Riesenchance, doch Vehanen lenkte Jerome Flaakes Schuss mit einer klasse Parade noch an die Latte.<br \/>\nBeim Stand von 3:3 ging es dann in die Verl\u00e4ngerung. W\u00e4hrend es f\u00fcr die Eisb\u00e4ren ein gl\u00fccklicher Punkt war, mussten sich die Hamburger fragen, warum sie hier nicht alle drei Punkte mitgenommen hatten.<\/p>\n<p>In der Verl\u00e4ngerung hatten dann die Hamburger die gr\u00f6\u00dfte Chance zur Entscheidung. Christoph Schubert wurde auf dem Weg zum Tor von den Beinen geholt. Die beiden Hauptschiedsrichter entschieden auf Penalty, welchen Garrett Festerling jedoch verschoss.<br \/>\nEine Minute vor dem Ende der Overtime kassierten die Freezers noch einmal eine Strafzeit. Die Eisb\u00e4ren nahmen daraufhin eine Auszeit, um sich bestens auf dieses Powerplay vorzubereiten. H\u00e4tte man sich sparen k\u00f6nnen, denn daraus wurde nichts, weil man wieder zu kompliziert spielte. Das Penaltyschie\u00dfen musste also die Entscheidung bringen.<\/p>\n<p>Und da trafen auf Berliner Seite Matt Foy und Andr\u00e9 Rankel, w\u00e4hrend auf Hamburger Seite Marty Sertich und Jerome Flaake vergaben. Die Eisb\u00e4ren holten sich also den Zusatzpunkt, w\u00e4hrend Hamburg mit nur einem Punkt die Heimreise in die Hansestadt antreten musste.<\/p>\n<p>Was nach dem Spielende dann aber passierte, war einfach nur peinlich. Die Fans &#8211; vor allem die kleinen Kinder &#8211; warteten darauf, dass die Spieler zur Ehrenrunde auf das Eis zur\u00fcck kommen. Was ja nach jedem Sieg der Fall ist. Nur heute haben alle Fans vergeblich auf die Mannschaft gewartet. Denn diese kam nicht mehr zur\u00fcck. Und das ohne Begr\u00fcndung. Vermutlich waren die Spieler eingeschnappt, weil wir sie im Mitteldrittel stark kritisiert hatten. Wer &#8211; auf gut Deutsch gesagt &#8211; schei\u00dfe spielt, muss damit rechnen, dass irgendwann die Geduld der Fanszene ein Ende hat. Man hat die Mannschaft lang genug in schlechten Zeiten immer wieder aufgebaut, hat immer wieder hinter ihr gestanden. Nur irgendwann hat auch die Geduld von uns Fans ein Ende. Eine Mannschaft, die nur nach Lust und Laune spielt, die nicht als solche auftritt und die einfach nur unkonstante Leistungen abliefert, braucht sich dann nicht dar\u00fcber zu wundern. Und die Reaktion der Mannschaft darauf war einfach nur peinlich. Und die Reaktion der Fanszene wird nicht auf sich warten lassen. Am Freitag steht das n\u00e4chste Heimspiel an. Die Fans werden da sein, aber sicherlich noch eine Reaktion auf heute Nachmittag zeigen. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Mannschaft und Fanszene droht zu kippen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgabe #20: Die Eisb\u00e4ren Berlin haben am Sonntagnachmittag das Bruderduell gegen die Hamburg Freezers mit 4:3 (0:1, 1:2, 2:0\/ 0:0, 1:0) n.P. gewonnen. F\u00fcr die Berliner war es der dritte Sieg in Folge. Man k\u00f6nnte also meinen, alles w\u00e4re prima in der Hauptstadt. Denkste! 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