{"id":4448,"date":"2014-09-01T20:56:01","date_gmt":"2014-09-01T18:56:01","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=4448"},"modified":"2014-09-01T20:56:01","modified_gmt":"2014-09-01T18:56:01","slug":"walkers-meinung-zum-60-jahre-geburtstagsturnier-turniersieg-ohne-gegentor-welchen-man-nicht-ueberbewerten-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2014\/09\/01\/walkers-meinung-zum-60-jahre-geburtstagsturnier-turniersieg-ohne-gegentor-welchen-man-nicht-ueberbewerten-sollte\/","title":{"rendered":"Walker&#8217;s Meinung zum 60-Jahre-Geburtstagsturnier: Turniersieg ohne Gegentor, welchen man nicht \u00fcberbewerten sollte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg\" width=\"100\" height=\"114\" \/>Am Wochenende fand es also statt, das Geburtstagsturnier der Eisb\u00e4ren Berlin anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstages. Die Hauptst\u00e4dter hatten zu einem Traditionsturnier mit alten Rivalen geladen. Zu Gast waren die Dresdner Eisl\u00f6wen, der ETC Crimmitschau und die Lausitzer F\u00fcchse. Alles Zweitligisten, weshalb die Berliner da nat\u00fcrlich der klare Favorit waren. Im Halbfinale hatten sich unsere Jungs mit 3:0 gegen die Lausitzer F\u00fcchse durchgesetzt und somit f\u00fcr das Finale beim Geburtstagsturnier qualifiziert. In diesem wartete dann der ETC Crimmitschau. Und die Sachsen wurden mit 8:0 aus dem &#8222;Welli&#8220; geschossen. Zwei Spiele, 11:0-Tore, man m\u00f6chte also meinen, alles lief perfekt f\u00fcr die Berliner. Doch sollte man diese beiden Siege nicht \u00fcberbewerten.<\/p>\n<p>Denn gegen diese Zweitligisten hatte man dann wohl doch den Turniersieg als Eisb\u00e4ren-Fan erwartet. Wenn gleich ich zugeben muss, dass ich nicht unbedingt mit einem 8:0 gegen Crimmitschau gerechnet hatte. Aber dennoch muss ein DEL-Team auch erst einmal einen DEL2-Club in derartiger H\u00f6he schlagen. Da tat sich so mancher DEL-Club in der Vergangenheit \u00e4u\u00dferst schwer in Testspielen gegen Zweitligisten. Die Eisb\u00e4ren konnten also zumindest vom Ergebnis her \u00fcberzeugen. Spielerisch bleibt nach wie vor viel Luft nach oben.<\/p>\n<p>Ich selbst hab mir zwar nur das Finale gegen Crimmitschau angeschaut, doch dieses Spiel hatte mir schon gereicht, um zu sehen, dass die<\/p>\n<div id=\"attachment_4449\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4449\" class=\"size-medium wp-image-4449\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_1918111-300x225.jpg\" alt=\"Ex-Eisb\u00e4r Sebastian Albrecht hatte ab Drittel Zwei jede Menge Arbeit. (Foto: eisbaerlin.de\/Walker)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_1918111-300x225.jpg 300w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_1918111-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_1918111-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-4449\" class=\"wp-caption-text\">Ex-Eisb\u00e4r Sebastian Albrecht hatte ab Drittel Zwei jede Menge Arbeit. (Foto: eisbaerlin.de\/Walker)<\/p><\/div>\n<p>Eisb\u00e4ren und deren Trainerstab bis zum DEL-Auftakt noch viel Arbeit vor sich haben. Im ersten Drittel tat man sich gegen die Sachsen aus Crimmitschau schon sehr schwer. Crimmitschau stand in der Defensive sehr gut und machte es den Eisb\u00e4ren so schwer, vor das Tor von Ex-Eisb\u00e4r Sebastian Albrecht zu kommen. Den Berlinern fiel einfach nicht viel ein, um das Abwehrbollwerk des ETC zu knacken. Erst gegen Ende des ersten Drittels kam man zu guten Chancen.<br \/>\nAb dem zweiten Drittel hatte man die Partie dann zwar fest im Griff, was aber sicherlich auch daran lag, dass Crimmitschau durch die drei schnellen Tore der Berliner zwischen der 25. und 29. Spielminute die Hoffnung verloren hatte, hier noch etwas zu erreichen und daher sich seinem Schicksal ergab. Man brauchte 25 Minuten, um einen Zweitligisten weich zu klopfen. Und Crimmitschau geh\u00f6rt nun nicht unbedingt zur Spitzengruppe der DEL2.<\/p>\n<p>Auch im Spielaufbau schlichen sich f\u00fcr meinen Geschmack nach wie vor zu viele leichte Scheibenverluste ein. Zu oft gab man leichtfertig den Puck her. Es schien fast so, als ob die Spieler nicht mit der n\u00f6tigen Konzentration in die Partie gegangen waren und sich vielleicht auch dachten, gegen einen Zweitligisten werden wir schon nicht Einhundert Prozent geben m\u00fcssen. Das Crimmitschau die Abspielfehler der Eisb\u00e4ren nicht zu Tore umm\u00fcnzte, lag zum Einen daran, dass dem ETC da durchaus die Qualit\u00e4t daf\u00fcr gefehlt hat und zum Anderen, dass die beiden Eisb\u00e4ren-Goalies Petri Vehanen (Shutout gegen die Lausitzer F\u00fcchse) und Mathias Niederberger (Shutout gegen Crimmitschau) in den wenigen Situationen ihr K\u00f6nnen zeigten.<!--more--><\/p>\n<p>Wenn aber mal eine Mannschaft kommt, die mehr kann als die Zweitligisten, sind auch Vehanen und Niederberger machtlos. Gesehen hat man dass zum CHL-Auftakt gegen Zl\u00edn und in Fribourg, als die Defensive der Berliner ihre Goalies sehr oft str\u00e4flich alleine lie\u00df. Da kann dann auch der beste Torh\u00fcter nicht mehr viel ausrichten, wenn ein gegnerischer Spieler alleine auf das Tor zu laufen kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_4450\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4450\" class=\"size-medium wp-image-4450\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_2108531-300x225.jpg\" alt=\"60-Jahre-Geburtstagsturnier-Sieger Eisb\u00e4ren Berlin. (Foto: eisbaerlin.de\/Walker)\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_2108531-300x225.jpg 300w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_2108531-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/20140830_2108531-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-4450\" class=\"wp-caption-text\">60-Jahre-Geburtstagsturnier-Sieger Eisb\u00e4ren Berlin. (Foto: eisbaerlin.de\/Walker)<\/p><\/div>\n<p>Sicher mag der ein oder andere Fan nach dem Turniersieg beim Geburtstagsturnier und den 11:0-Toren von einer guten Saison tr\u00e4umen. Doch dieser Erfolg darf eben nicht \u00fcberbewertet werden. Denn wenn man sich bis jetzt die ganze Vorbereitung der Eisb\u00e4ren inklusive Champions Hockey League (CHL) ansieht, f\u00e4llt auf, dass der DEL-Rekordmeister bisher nur gegen Zweitligisten gewonnen hat (Dresden, Wei\u00dfwasser, Crimmitschau).<br \/>\nWenn jedoch mal ein Gegner kam, der entweder gleich stark oder aber besser ist als die Eisb\u00e4ren, dann zogen die Berliner den K\u00fcrzeren (Sparta Prag, Wolfsburg, Zl\u00edn, Fribourg). H\u00e4tte man auch gegen die Zweitligisten verloren, h\u00e4tte jeder schon wieder Alarm geschlagen, dass die Eisb\u00e4ren in der Krise stecken und man Angst vor dem DEL-Saisonstart haben sollte. Die Siege gegen die Zweitligisten bessern die Bilanz zwar auf, dennoch sollten sie nicht die Schwachstellen im Team der Eisb\u00e4ren verdecken.<\/p>\n<p>Denn davon gibt es nach wie vor genug. Die Torh\u00fcter k\u00f6nnen noch so gut sein, wenn ihre Vorderleute sie wieder im Stich lassen, k\u00f6nnen auch Vehanen und Niederberger kaum noch etwas ausrichten. Die Defensive ist nach wie vor zu anf\u00e4llig. Die Zweitligisten konnten dies am Wochenende sicherlich nicht unbedingt sichtbar aufdecken, aber dennoch waren sie in der Lage, die Eisb\u00e4ren zu leichtfertigen Puckverlusten zu zwingen. Der n\u00e4chste Gegner wird solche Abspielfehler eiskalt bestrafen. Djurgarden Stockholm hei\u00dft der Gegner in den n\u00e4chsten beiden CHL-Spielen am Wochenende. Wenn die Defensive dann wieder so auftritt, wie zuletzt in der CHL, gibt es f\u00fcr die Eisb\u00e4ren auch in den beiden Duellen gegen das schwedische Traditionsteam nicht viel zu holen.<\/p>\n<p>Was jedoch Hoffnung macht ist die Offensive. Denn die zeigt nach wie vor gute Kombinationen, wenn gleich man diese nicht zu hoch bewerten sollte gegen Zweitligisten. Allerdings hatte die Offensive ja auch schon in der CHL durchaus gl\u00e4nzen k\u00f6nnen. Am Wochenende trafen Kapit\u00e4n Andr\u00e9 Rankel, Matt Foy und Neuzugang Petr Pohl doppelt. Vor allem Letzterer gef\u00e4llt mir immer mehr, seine beiden Tore waren durchaus sehenswert. An Pohl werden wird sicherlich sehr viel Freude haben.<\/p>\n<p>Nur was n\u00fctzt uns eine starke Offensive, wenn die Defensive zu oft im Tiefschlaf ist? Wenn die Eisb\u00e4ren es hin bekommen, offensiv wie defensiv gut zu spielen, dann kann man eine gute Rolle in der neuen DEL-Saison spielen. Denn die Ans\u00e4tze waren bereits da, neben der Offensive zeigten sich vor allem die Special Teams in guter Form. Gelingt es den Eisb\u00e4ren, Stabilit\u00e4t in ihr Spiel zu bringen, dann werden sie in der neuen Saison gute Ergebnisse erzielen k\u00f6nnen. Ob das aber f\u00fcr ganz oben reichen wird, wage ich dennoch zu bezweifeln. Daf\u00fcr ist der Kader meiner Ansicht nach zu d\u00fcnn besetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende fand es also statt, das Geburtstagsturnier der Eisb\u00e4ren Berlin anl\u00e4sslich ihres 60. Geburtstages. Die Hauptst\u00e4dter hatten zu einem Traditionsturnier mit alten Rivalen geladen. Zu Gast waren die Dresdner Eisl\u00f6wen, der ETC Crimmitschau und die Lausitzer F\u00fcchse. Alles Zweitligisten, weshalb die Berliner da nat\u00fcrlich der klare Favorit waren. 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