{"id":4445,"date":"2014-08-24T22:27:27","date_gmt":"2014-08-24T20:27:27","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=4445"},"modified":"2014-08-24T22:27:27","modified_gmt":"2014-08-24T20:27:27","slug":"walkers-meinung-zum-chl-auftakt-vorne-sehr-ansehnlich-hinten-sehr-anfaellig-special-teams-stark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2014\/08\/24\/walkers-meinung-zum-chl-auftakt-vorne-sehr-ansehnlich-hinten-sehr-anfaellig-special-teams-stark\/","title":{"rendered":"Walker&#8217;s Meinung zum CHL-Auftakt: Vorne sehr ansehnlich, hinten sehr anf\u00e4llig &#8211; Special Teams stark"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-12\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg.png\" alt=\"125px-Logo_ERC_Ingolstadt_svg\" width=\"100\" height=\"114\" \/>Die f\u00fcr die Eisb\u00e4ren Berlin ungewohnt lange Sommerpause ist vorbei. Am Wochenende begann f\u00fcr den DEL-Rekordmeister die Eishockey-Saison 2014\/2015. In der Champions Hockey League (CHL) empfingen die Berliner am Freitagabend in der O2 World den tschechischen Meister PSG Zl\u00edn. Diese Partie verloren die Hauptst\u00e4dter knapp mit 3:4 n.P. (<a title=\"Spielbericht Berlin vs. Zl\u00edn hier im Blog\" href=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2014\/08\/23\/34-n-p-eisbaeren-verlieren-ihr-auftaktspiel-in-der-chl-gegen-zlin\/\">Spielbericht<\/a>). Nur einen Tag sp\u00e4ter mussten die Eisb\u00e4ren in der Schweiz bei HC Fribourg-Gott\u00e9ron antreten. Auch diese Partie verloren die Berliner, diesmal recht deutlich mit 3:6 (<a title=\"Spielbericht Fribourg vs. Berlin hier im Blog\" href=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2014\/08\/23\/36-in-fribourg-eisbaeren-verlieren-auch-ihr-zweites-chl-gruppenspiel\/\">Spielbericht<\/a>). Der Pflichtspiel-Auftakt ging f\u00fcr die Eisb\u00e4ren also in die Hose. Dabei war man mit so gro\u00dfen Erwartungen in die neue Eishockey-Spielzeit gestartet. Man wollte die letzte Saison, welche aus Berliner Sicht sehr schlecht verlief, vergessen machen und stattdessen wieder angreifen. In der CHL wollte man dabei den ersten guten Eindruck hinterlassen. Was aus meiner Sicht jedoch nur bedingt gelungen ist.<\/p>\n<p>Zwar ist die Deutsche Eishockey Liga (DEL) das Kerngesch\u00e4ft f\u00fcr die Eisb\u00e4ren Berlin, doch war man auch mit sehr gro\u00dfen Ambitionen in die CHL gestartet. Die KO-Phase m\u00f6chte man wenn m\u00f6glich schon erreichen. Doch in den ersten beiden Spielen klappte bei den Berlinern noch nicht alles. Was sicherlich zum Einen auch daran liegen mag, dass man noch in der Vorbereitung auf die DEL-Saison ist. Nur wenn man in der CHL etwas erreichen will, dann muss man auch zum Start der europ\u00e4ischen K\u00f6nigsklasse im Eishockey auf den Punkt topfit und hoch konzentriert sein.<\/p>\n<p>Das waren unsere Jungs aber nur bedingt. In der Offensive waren sowohl gegen Zl\u00edn als auch in Fribourg durchaus ansehnliche Kombinationen dabei. Die Eisb\u00e4ren konnten sich in beiden Spielen gute Torchancen erspielen. Und die Chancen waren nicht immer nur zuf\u00e4llig entstanden sondern zum gr\u00f6\u00dften Teil sehr gut heraus gespielt. Immerhin sechs Tore konnte man in den ersten beiden CHL-Spielen erzielen, was jetzt nicht unbedingt so schlecht ist.<!--more--><\/p>\n<p>Vor allem die Special Teams klappten bei den Hauptst\u00e4dtern erstaunlich gut. In \u00dcberzahl konnte man vier Treffer bei zw\u00f6lf \u00dcberzahlspielen erzielen, was in der CHL-Statistik Platz Acht mit einer Erfolgsquote von 33,33 Prozent bedeutet. In Unterzahl sind die Berliner nach den ersten beiden Spieltagen sogar das beste Team in der CHL zusammen mit vier weiteren Teams (JYP, Oulu, Link\u00f6ping und Turku). Alle sieben Unterzahlspiele haben unsere Jungs schadlos \u00fcberstanden.<\/p>\n<p>Auch wenn die Defensive in Unterzahl sehr gut stand, so war sie bei F\u00fcnf-gegen-F\u00fcnf das ein oder andere Mal doch sehr anf\u00e4llig. Im Spielaufbau unterliefen den Eisb\u00e4ren zu viele leichte Stockfehler, der Puck wurde leichtfertig hergeschenkt und so wurde es den Gegnern erm\u00f6glicht, zu guten Torchancen zu kommen. Was auch relativ oft der Fall war: Die gegnerischen Spieler standen des\u00f6fteren frei vor den Berliner Torh\u00fctern Petri Vehanen (vs. Zl\u00edn) und Mathias Niederberger (vs. Fribourg). So gut die beiden Torh\u00fcter auch hielten, sie wurden zu oft von ihren Vorderleuten im Stich gelassen, weshalb sie die Gegentore nicht wirklich verhindern konnten.<\/p>\n<p>Vielleicht ist die Defensive der Berliner dann doch zu d\u00fcnn besetzt. Am Freitag hatte man alle sieben Verteidiger an Board. Dazu stehen mit Jonas M\u00fcller und Kai Wissmann zwei Youngster im Kader, denen es jedoch noch an Erfahrung fehlt. Gegen Fribourg am Samstag fiel dann Frank H\u00f6rdler auf und so hatte man nur noch sechs Verteidiger zur Verf\u00fcgung, wovon jedoch nur vier ausreichend Erfahrung hatten. Die Defensive k\u00f6nnte in der kommenden DEL-Saison die gro\u00dfe Baustelle der Hauptst\u00e4dter werden. Wenn da mal ein, zwei Spieler gleichzeitig ausfallen, wird es recht d\u00fcnn in der Defensive. Die Verteidiger, die man unter Vertrag hat, sind sicherlich keine schlechten. Doch vor allem in der letzten Saison und auch teilweise jetzt schon wieder hat man gesehen, dass u.a. Jimmy Sharrow und Casey Borer nicht immer fehlerfrei spielen. Vielleicht fehlt da dann doch noch ein Top-Defender, der \u00fcber ausreichend Erfahrung verf\u00fcgt, die Defensive zusammenh\u00e4lt und hinten f\u00fcr Ruhe sorgt und nach vorne zugleich gute Akzente setzen kann.<\/p>\n<p>Was unsere Jungs anscheinend auch nicht abstellen k\u00f6nnen, ist ihre Schw\u00e4che im zweiten Drittel. Am Freitag gegen Zl\u00edn lie\u00df man zu viele Chancen der Tschechen zu. Wenn Petri Vehanen da nicht so stark gehalten h\u00e4tte, w\u00e4re die Partie schon im Mitteldrittel entschieden gewesen. Und am Samstag in Fribourg kassierten die Berliner im Mitteldrittel in den letzten zehn Minuten drei Gegentore. Es scheint immer noch das alte Problem da zu sein, \u00fcber 60 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen. Daran gilt es in den n\u00e4chsten Wochen weiterhin zu arbeiten, damit sich so etwas in Zukunft nicht unbedingt dauerhaft wiederholt.<\/p>\n<p>Aber ich viel nicht alles schlecht reden. Die Offensive und die Special Teams haben ich bereits positiv erw\u00e4hnt. Was auch noch sehr sch\u00f6n mit anzusehen war, war der Fakt, dass unsere Jungs Moral zeigten. Am Freitag lagen sie gegen Zl\u00edn bereits mit 1:3 hinten und dennoch gaben unsere Jungs nicht auf, k\u00e4mpften sich am Ende zur\u00fcck in die Partie und glichen zum 3:3 aus. In Fribourg lagen die Berliner nach 40 Minuten mit 0:3 hinten und trotzdem gaben sie im letzten Drittel noch einmal alles und kamen immer wieder heran. Das l\u00e4sst f\u00fcr die Zukunft hoffen.<\/p>\n<p>Wenn die Eisb\u00e4ren die Fehler abstellen k\u00f6nnen, ist mit ihnen wieder zu rechnen. Vorne hat man schon sehr gute Ans\u00e4tze gezeigt, die beiden Torh\u00fcter haben auch bewiesen, dass sie eine Verst\u00e4rkung sind und die Defensive hat zumindest in den Special Teams ihr K\u00f6nnen angedeutet. Wenn man jetzt noch einen Top-Defender holt, kann sich auch die Defensive dauerhaft stabilisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcr die Eisb\u00e4ren Berlin ungewohnt lange Sommerpause ist vorbei. Am Wochenende begann f\u00fcr den DEL-Rekordmeister die Eishockey-Saison 2014\/2015. In der Champions Hockey League (CHL) empfingen die Berliner am Freitagabend in der O2 World den tschechischen Meister PSG Zl\u00edn. Diese Partie verloren die Hauptst\u00e4dter knapp mit 3:4 n.P. (Spielbericht). 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