{"id":1756,"date":"2013-01-06T16:09:08","date_gmt":"2013-01-06T15:09:08","guid":{"rendered":"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/?p=1756"},"modified":"2013-01-06T16:09:08","modified_gmt":"2013-01-06T15:09:08","slug":"1-del-winter-game-die-organisation-vor-ort-ist-der-einzige-kritikpunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/2013\/01\/06\/1-del-winter-game-die-organisation-vor-ort-ist-der-einzige-kritikpunkt\/","title":{"rendered":"1. DEL Winter Game: Die Organisation vor Ort ist der einzige Kritikpunkt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1457\" title=\"DEL Winter Game\" src=\"http:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DEL-Winter-Game.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DEL-Winter-Game.jpg 222w, https:\/\/eisbaerlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DEL-Winter-Game-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/>Gestern fand es also statt, das mit Spannung erwartete erste DEL Winter Game. 50.000 Zuschauer waren dabei gewesen im Frankenstadion N\u00fcrnberg und sorgten somit f\u00fcr einen neuen Europarekord in einem Freiluft-Eishockeyspiel. Allein 5.000 Zuschauer kamen aus Berlin. Die Eisb\u00e4ren-Fans reisten u.a. mit zwei (!) Sonderz\u00fcgen ins Frankenland. Erstmals fuhren gleich zwei Sonderz\u00fcge zu einem Ausw\u00e4rtsspiel der Eisb\u00e4ren. Die Nachfrage der Berliner Fans war eben so gro\u00df gewesen, dass die Eisb\u00e4ren reagieren mussten und neben dem &#8222;roten Fanclubzug&#8220; auch noch einen &#8222;blauen Fanshopzug&#8220; auf die Reise nach N\u00fcrnberg schickten.<\/p>\n<p>Bereits um 6:00 Uhr am Samstagmorgen war der Bahnof Berlin-Lichtenberg fest in Hand der Eisb\u00e4ren-Fans. Alle waren bestens gelaunt und voller Vorfreude auf das erste Winter Game in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Nahezu p\u00fcnktlich um 07:15 Uhr rollte Sonderzug &#8222;ROT&#8220; los, eine halbe Stunde sp\u00e4ter folge Sonderzug &#8222;Blau&#8220;.<\/p>\n<p>So waren \u00fcber 1.500 Eisb\u00e4ren-Fans nun auf dem Weg Richtung N\u00fcrnberg. Wir vom eisbaerlin.de-Team waren im roten Zug unterwegs und hatten eine echt angenehme und vor allem lustige Sonderzugfahrt. Die Stimmung unterwegs war bestens, alle waren gut gelaunt und je n\u00e4her wir dem Zielort N\u00fcrnberg kamen, desto besser wurde die Stimmung.<!--more--><\/p>\n<p>Doch dann gab es den ersten &#8222;D\u00e4mpfer&#8220; des Tages. Da ist die Bahn tats\u00e4chlich mal so schnell unterwegs, dass man eine halbe Stunde fr\u00fcher in N\u00fcrnberg ankommen w\u00fcrde, doch dann das. Die Bundespolizei hatte dem roten Zug verboten, fr\u00fcher am Bahnhof Frankenstadion einzurollen. Diese Ansage wurde nat\u00fcrlich von den Fans entsprechend kommentiert. Doch zum Gl\u00fcck blieb es bei der Ankuft in N\u00fcrnberg komplett ruhig und keiner \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der Bundespolizei zu diesem Verbot.<\/p>\n<p>Kurz vor 13:30 Uhr rollte der erste Sonderzug aus Berlin also in N\u00fcrnberg ein. Bereits jetzt war schon jede Menge los gewesen rund um das Frankenstadion. Die Fans aus Zug &#8222;Rot&#8220; versammelten sich auf dem Bahnhofsvorplatz und warteten auf den zweiten Sonderzug aus Berlin. Nat\u00fcrlich nicht, ohne sich bereits lautstark bemerkbar zu machen. Die ersten Lieder wurden angestimmt und man brachte sich schon einmal in Stimmung.<\/p>\n<p>Eine gute halbe Stunde nach Ankunft des ersten Sonderzuges rollte auch der zweite Sonderzug aus der Hauptstadt in N\u00fcrnberg ein. Dieser wurde nat\u00fcrlich herzlichst begr\u00fc\u00dft von den bereits wartenden Eisb\u00e4ren-Fans. Nun versammelten sich die mehr als 1.500 Sonderzugfahrer gemeinsam auf dem Vorplatz und los ging der Fu\u00dfmarsch Richtung Frankenstadion. Nat\u00fcrlich lautstark mit Eisb\u00e4ren-Liedern.<\/p>\n<p>Angekommen im Stadion folgte dann der zweite D\u00e4mpfer des Tages. Als wir in den Stehplatzblock rein wollten, haben wir schon gesehen, dass der \u00fcbervoll ist. Da noch einen Platz zu finden, war f\u00fcr die Fans sehr schwer bis nahezu unm\u00f6glich gewesen. Da wurden auf jeden Fall mehr Karten verkauft als m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Und als das nicht schon schlimm genug gewesen w\u00e4re, waren in den Bl\u00f6cken noch nicht einmal Ordner zu sehen. Ein paar Ordner standen oben und hatten sporadisch die Eintrittskarten kontrolliert. Aber in den Stehplatzbl\u00f6cken war von Ordnern keine Spur. Daher habe ich dann einfach mal einen Ordner angesprochen und gefragt, warum denn bitte in den Stehplatzbl\u00f6cken keine Ordner sind. Die Antwort war echt der Hammer gewesen und zugleich unglaublich.<\/p>\n<p>Der Ordner meinte zu mir, wir hatten vorher gen\u00fcgend Ordner in den Bl\u00f6cken gehabt, doch als eure Fans nicht auf unsere Anweisungen geh\u00f6rt haben, sind wir aus den Bl\u00f6cken rausgegangen, weil ihr ja eh nicht auf uns geh\u00f6rt h\u00e4ttet. Okay, dass ein Teil der Eisb\u00e4ren-Fans nicht auf die Ordner geh\u00f6rt hat, ist weniger sch\u00f6n. Aber viel schlimmer ist f\u00fcr mich die Tatsache, dass die Ordner dann einfach abgehauen sind. Es ist deren Pflicht, f\u00fcr Ordnung im Stadion zu sorgen. Und wenn einer nicht h\u00f6ren will, dann muss ich ihn eben als Ordner aus dem Block werfen. Die Ordner haben dort doch Heimrecht.<\/p>\n<p>Auch nicht so sch\u00f6n war die Tatsache gewesen, dass man zun\u00e4chst nur in seinen Block, der auf der Eintrittskarte ausgewiesen war, rein durfte. Erst nach langer Zeit durfte man aufgrund des herrschenden Chaos in die anderen Bl\u00f6cke ausweichen. Welche nat\u00fcrlich auch bereits aus allen N\u00e4hten platzten. Aber irgendwie sind dann doch alle rein gekommen, doch so wirklich viel Platz hatte man dann auch nicht. Naja, wir haben jedenfalls versucht, das Beste daraus zu machen. Nicht auszudenken, was passiert w\u00e4re, wenn in den Bl\u00f6cken eine Massenpanik ausgebrochen w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p>Der dritte D\u00e4mpfer des Tages folgte dann an den Catering-St\u00e4nden. Ein ausverkauftes Stadion mit 50.000 Zuschauern und jeder zweite Catering-Stand war zu. Zu mindestens bis eine Stunde vor Spielbeginn. Danach wurde es wohl etwas besser. Aber wie man derart schlecht vorbereitet sein kann auf ein so lang geplantes Event, ist mir fraglich. Die Eishockeyfans standen teilweise bis zu 35-40 Minuten an, um etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Gute Organisation sieht f\u00fcr mich anders aus. 2010 auf Schalke beim WM-Er\u00f6ffnungsspiel waren \u00fcber 25.000 Zuschauer mehr da gewesen und dort lief alles perfekt ab. Was man von N\u00fcrnberg ganz und gar nicht behaupten konnte.<\/p>\n<p>Was jedoch wieder sehr sch\u00f6n war, waren die Gespr\u00e4che mit den Eishockey-Fans aus verschiedenen St\u00e4dten. Fast von jedem DEL-Team waren Fans vor Ort. Auch aus \u00d6sterreich, der Schweiz und Kanada waren Fans angereist. Mit den Fans, mit denen wir uns unterhalten haben &#8211; man hatte ja z.B. beim Anstehen am Catering-Stand jede Menge Zeit \ud83d\ude09 &#8211; haben wir uns sehr gut unterhalten k\u00f6nnen. Es geht eben auch ohne gegenseitiges anp\u00f6beln oder sonstiger Sachen. Das hat wirklich sehr viel Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>Das man vom Spiel nicht wirklich viel sehen w\u00fcrde, war wohl allen klar, die eine Stehplatzkarte hatten. Aber man konnte das Spiel ja zur Not auch \u00fcber die Leinwand verfolgen. Die Stimmung w\u00e4hrend des Spiels war jetzt nicht so gro\u00dfartig wie gedacht. Wir Eisb\u00e4ren-Fans haben versucht, Stimmung zu machen. Aber so ganz wollte es nicht gelingen, dennoch waren wir wesentlich aktiver und lauter als der N\u00fcrnberger Anhang. Von denen kam ja so gut wie gar nichts, au\u00dfer bei den eigenen Toren. Schon traurig, dass die ihre Mannschaft so wenig unterst\u00fctzt haben.<\/p>\n<p>Und zum Abschluss will ich dann noch auf <em>Servus TV <\/em>eingehen. Die bisherigen DEL-Live\u00fcbertragungen waren alle echt sehr gut gewesen und haben mich \u00fcberzeugt. Aber was die gestern abgeliefert haben, ging ja mal gar nicht. Da war ich ja schon echt froh, dass ich mir das Spiel nicht bei denen im Fernsehen anschauen musste. Denn die beiden Moderatoren vor Ort waren echt schlimm. Angefangen bei dieser sehr einfallslosen Choreo (wei\u00dfe Klatschpappen ohne irgendetwas drauf hochalten, gro\u00dfes Kino&#8230;) bis hin, zu deren starken Bezug zu N\u00fcrnberg. Normalerweise sollten solche Leute vom Fernsehen bei solch einem Event, ja eigentlich bei jedem Spiel, neutral sein. Doch das waren die beiden Personen absolut nicht. Das die f\u00fcr N\u00fcrnberg waren, hat man sehr deutlich gemerkt und sie haben mit jedem Satz immer mehr dazu beigetragen, dass diese Meinung aufkam. Das Fass zum \u00fcberlaufen hat dann das Abschlussinterview mit N\u00fcrnbergs Kapit\u00e4n Patrick Reimer gebracht, wo der <em>Servus TV<\/em>-Moderator doch echt meinte: &#8222;Patrick, wir haben das Spiel gewonnen, dass ist doch gut oder?&#8220;<\/p>\n<p>Sorry, aber als TV-Moderator muss ich mich neutral verhalten. Mag sein, dass die beiden Leute vielleicht wirklich N\u00fcrnberg mehr m\u00f6gen als Berlin, aber dann sollte man es nicht so heraus h\u00e4ngen lassen. Denn damit zieht man sich den Zorn anderer Fans &#8211; in diesem Fall den der Berliner &#8211; zu.<\/p>\n<p>Abgeschlossen wurde das erste DEL Winter Game mit einem grandiosen Feuerwerk. Das war dann aber wirklich echt sehr gut und zudem top organisiert. Wenigstens etwas, was gut organisiert war in N\u00fcrnberg&#8230;<\/p>\n<p>Friedlich marschierten die Berliner Fans dann nach Spielende wieder in Richtung der beiden Sonderz\u00fcge, mit denen Sie dann wieder die Heimreise in die Hauptstadt antraten. Die Bundespolizei verabschiedete sich bei den Berliner Fans und dankte f\u00fcr die gute Zusammenarbeit. Es gab keine Zwischenf\u00e4lle, was echt sehr sch\u00f6n ist und mal wieder gezeigt hat, wie fair es im Eishockey unter den Fans verschiedener Mannschaften zu geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern fand es also statt, das mit Spannung erwartete erste DEL Winter Game. 50.000 Zuschauer waren dabei gewesen im Frankenstadion N\u00fcrnberg und sorgten somit f\u00fcr einen neuen Europarekord in einem Freiluft-Eishockeyspiel. Allein 5.000 Zuschauer kamen aus Berlin. Die Eisb\u00e4ren-Fans reisten u.a. mit zwei (!) Sonderz\u00fcgen ins Frankenland. 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