Im Welli brennt noch Licht: Eisbären testen am Wochenende zweimal gegen München

Vor zwei Wochen sollten die Eisbären Berlin und der EHC Red Bull München beim „So geht sächsisch“-Cup im Halbfinale bereits aufeinander treffen. Ein positiver Corona-Fall im Team der Berliner machten dem Ganzen jedoch einen Strich durch die Rechnung. An diesem Wochenende kommt es nun aber doch endlich zum Duell zwischen dem DEL-Rekordmeister und dem dreimaligen deutschen Meister. Und das gleich zweimal, Samstag und Sonntag, im altehrwürdigen Wellblechpalast um jeweils 14:30 Uhr.

Somit kehren die Hauptstädter erstmals seit dem letzten Heimspiel am 08.03.2020 gegen Bremerhaven zurück auf das Berliner Eis. Statt dem der Mercedes-Benz Arena nun eben dem des Wellis. Für alle Nostalgiker unter den Eisbären-Fans ein tolles Event, wenn gleich es durch Corona nicht so sein wird, wie man es kennt. Für beide Spiele gingen lediglich je 214 Tickets in den Verkauf, welche natürlich alle vergriffen sind. Immerhin können alle Fans, welche kein Ticket ergattern konnten, beide Spiele bei Sprade TV live sehen. Sicherlich nur ein kleiner Trost, aber in diesen Zeiten müssen wir eben leider alle Abstriche in unserem Leben machen.

Für die Eisbären ist es erst das zweite Testspiel, Gegner München hat dagegen schon weitaus mehr Spiele in den Beinen, weshalb das morgen für die Eisbären eine richtig schwere Prüfung wird. Aber genau gegen solche Gegner will man ja spielen, sagte Stürmer Alex Turcotte, Leihspieler der LA Kings, vor seinem Debüt im Eisbären-Trikot (Quelle: Medieninformation der Eisbären Berlin):

Ich bin aufgeregt und freue mich auf das Wochenende, mein letztes Spiel habe ich im März gespielt. München ist ein Top-Team, aber genau das wollen wir. Wir wollen gegen die Besten spielen, dadurch wirst du besser.

Turcotte ist einer von fünf neuen Spielen im Team der Eisbären für das Samstagsspiel gegen München. Neben ihm werden auch die vier anderen Leihspieler aus Los Angeles im Kader stehen – Goalie Jacob Ingham sowie die Stürmer Tyler Madden, Akil Thomas und Aiden Dudas.
Dagegen stehen morgen Nachmittag Goalie Matthias Niederberger, Verteidiger Constantin Braun sowie die Angreifer PC Labrie, Mark Olver und Leo Pföderl nicht im Kader der Mannschaft von Coach Serge Aubin.

Der Chefcoach freut sich auf die Herausforderung an diesem Wochenende:

Gegen Weißwasser haben wir schon einige gute Aktionen in unserem Spiel gesehen, aber München wird noch einmal schwerer, sie sind eines der Top-Teams in Europa. Für uns ist das aber auch eine gute Möglichkeit, zu sehen, wo wir stehen. Ich bin gespannt, wie die jungen Spieler reagieren werden, sie haben noch nicht auf diesem Level gespielt. Aber solche Spiele brauchen sie für ihre Entwicklung.

Und dafür war die Leihe der LA-Spieler ja auch gedacht. So lange in der NHL nicht gespielt und hier Testspiele ausgetragen werden und vielleicht doch irgendwann noch der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, können die jungen Spieler hier wertvolle Spielpraxis sammeln. Um einen Schritt weiterzukommen, damit sie bald Fuß fassen können in der besten Liga der Welt, der NHL. 

Und das Wochenende steht zu dem noch ganz im Zeichen der „Pink in the Rink„-Charity-Aktion. 50 Prozent aller Ticket- und Sprade-TV-Einnahmen werden an verschiedene Organisationen gespendet. Eine wie wir finden sehr gute Charity-Aktion, an der wir uns auch in diesem Jahr als Fanclub wieder beteiligen werden!

Der Eisbären-Kader für das morgige Heimspiel gegen den EHC Red Bull München um 14:30 Uhr:

Tor:

Tobias Ancicka, Jacob Ingham

Abwehr:

Leon Gawanke, Kai Wissmann, Frank Hördler, Eric Mik, Stefan Espeland, Jonas Müller, John Ramage, Ryan McKiernan

Sturm:

Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Maxim Lapierre, Lukas Reichel, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Fabian Dietz, Marcel Noebels, Alex Turcotte, Tyler Madden, Akil Thomas, Aidan Dudas